Auch gestern fand wieder der traditionelle Martinsritt in Forchheim statt. Und das schon zum 65. Mal. Kurz vor 17 Uhr warteten bereits viele Eltern mit ihren Kindern am Paradeplatz darauf, dass der Umzug zum Rathausplatz endlich los geht. Überall leuchteten bunte, selbstgebastelte Laternen in verschiedensten Formen, die stolz von den Kindern getragen wurden. Mit leuchtenden Augen bewunderten die Kinder den heiligen Martin mit seinem roten Mantel auf seinem Ross. Diesen spielt Nadine Heilmann heuer zum zweiten Mal.

Schon viele Jahre Erfahrung

"Ich bin schon seit zehn Jahren auch in anderen Orten der Sankt Martin", erzählt die 30-Jährige. Für Josua Flierl(CSU Stadtrat), der den Bettler spielt, ist der Martinsritt in Forchheim sogar noch länger Tradition. Nach kurzem überlegen meint er: "Seit mindestens 15 Jahren spiele ich beim Martinsumzug den Bettler und es macht immer noch sehr viel Spaß." Auch dieses Jahr reitet Heilmann auf ihrem Pferd Nandu zum Rathausplatz um dort den Zuschauern die Geschichte des heiligen Martin, der seinen Mantel in einer kalten Nacht teilte, um ihn einem Bettler zu geben, vorzuspielen. "Es ist einfach eine schöne Tradition", sagt sie und lacht.

Segen für die Kinder

Während dem Martinsspiel lauschten alle gespannt der Geschichte. Viele Eltern hatten ihre Kinder auf den Schultern, damit sie dem Spiel noch besser zusehen konnten. Und in den Händen durften natürlich nicht die Einhorn- oder Hundelaternen fehlen. Nachdem die Kinder durch Pfarrer Martin Emge gesegnet wurden, segnete dieser noch die Martinsbrezen, die dann an die Kinder verteilt wurden.