Pfarrerin Elisabeth Düfel lädt im Namen der St. Johanniskirche heute, Freitag, 6. Januar, um 17 Uhr zu einem Vortrag über das "Weihnachtsfenster" von Walter Veit-Dirscherl ein. Der Künstler aus Rimbach (Landkreis Rottal/Inn) wird die Aussagekraft seines 1961 entworfenen Fensterbildes erläutern.
Walter Veit-Dirscherl "freut sich sehr, in der Pfarrkirche St. Johannis die Aussage seines Weihnachtsfensters alten und jungen Zuhörern nahe bringen zu dürfen". Vor allem, weil sein Fensterbild von den Mitgliedern der Gemeinde seit der Anfertigung in den 60ern bis heute gut angenommen wurde und das Bild gut 50 Jahre nach Fertigstellung "aktueller denn je" ist.
Walter Veit-Dirscherl entwarf die Bildszenen des Fensters im Auftrag der Kirchengemeinde. Ein Kollege aus seiner Zeit als Kunsterzieher in Höchstadt fragte ihn, ob er ein Fensterbild zum Thema "Weihnachen" entwerfen wolle, "das zu den zwei bereits vorhandenen Fenstern des Chorraumes von St. Johannis in Forchheim passen würde". Das Original aus dem Jahr 1896 war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden.
Veit-Dirscherl nahm die Herausforderung an und seine Entwürfe wurden angenommen. "Eine Firma aus Zirndorf ü´bertrug das Motiv auf das Fensterglas", erzählt der mittlerweile 75-jährige Künstler.

Ein zeitloses Thema


Der Künstler wollte das Gefühl der Heimatlosigkeit, das viele nach 1945 hatten, mit der Flucht der "heiligen Familie" nach Ägypten versinnbildlichen. Veit-Dirscherl stellt Jesus als "Bruder der Menschen" dar. Das Thema Flucht und Vertreibung sei "aktuell wie eh und je".