"Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um den vermissten 65-Jährigen", teilt die Polizei mit. Er sei vermutlich beim Abstieg vom Wallberg in Rottach-Egern am Tegernsee "in unwegsamem Gelände abgestürzt".

Der Mann war am 28. September mit seinen Wanderfreunden mit der Seilbahn auf den 1722 Meter hohen Berg gefahren. Als sich die Gruppe zur Talfahrt traf, ging der 65-Jährige zu Fuß weiter, weil er seine Karte für die Seilbahn verloren hatte. Er kam aber nicht zum Treffpunkt an der Talstation.

Eine Suche am selben Tag bis in die späten Abendstunden durch die Bergwacht Rottach-Egern verlief ergebnislos. Auch in den folgenden Tagen wurde die Suche mit großem technischen und personellen Aufwand fortgesetzt, zunächst ebenfalls ohne Erfolg. Im Einsatz waren dabei die Bergwachten Rottach-Egern, Bad Tölz, Schliersee, Hausham und Penzberg, die Hundestaffeln der Bergwacht Hochland und Chiemgau sowie die Hubschrauberbesatzungen, Hundeführer und Bergführer der Polizei.

Obduktion soll Sicherheit geben

Die Besatzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß 7" sichtete dann am Dienstagmittag bei einer erneuten Suchaktion südöstlich des Gipfels eine tote Person. Der Tote lag in dem waldigen, steilen und mit Felsen durchsetzten Tonileitengraben in 1300 Metern Höhe. Bergwacht und Polizei brachten den Leichnam ins Tal.

Die Ermittler der Kripo Miesbach, die den Vermisstenfall übernommen hatten, gehen davon aus, dass es sich bei dem Toten um den 65-jährigen Gesuchten handelt. Eine Obduktion soll dies in den nächsten Tagen bestätigen. Hinweise auf ein Fremdverschulden gebe es derzeit keine; offenbar sei der Wanderer in dem unwegsamen Gebiet abgestürzt.