Bayerns Innenminister war zu einer Fahrzeugübergabe und einem Ehrungsabend für 25- und 40-jährige Mitgliedschaft gekommen, die er für "außerordentliche Einsatzbereitschaft und großartigen Leistungen" würdigte.


Qualifizierte Ausbildung gelobt

In seiner Ansprache lobte der Innenminister die "moderne, qualifizierte und einsatzorientierte Ausbildung sowie als besonderen Schwerpunkt die konsequente Nachwuchsförderung" für etwa 25 Jungen und Mädchen, die auf spielerische Art und Weise das Helfen im THW lernen. Mit dem neuen MAN-Lkw aus Mitteln des Bundes soll laut Herrmann die "Leistungsfähigkeit des gesamten Ortsverbandes gestärkt werden." Er dient primär als Transportmittel für die Ausstattung und als Zugmaschine für die Netzersatzanlage.
Aber auch bei sonstigen Transportaufgaben ist der Lkw unersetzlich, zum Beispiel für die Sandsacklogistik im Falle von Hochwasser. Eingesetzt wurde das Fahrzeug bereits beim G7-Gipfeleinsatz des THW und zur Elektroversorgung im Rahmen der derzeitigen Flüchtlingskrise.
Für den reibungslosen Verlauf des Zusammentreffens der sieben mächtigsten Staats- und Regierungschefs auf Schloss Elmau zeichneten im Umfeld - neben der starken Polizeipräsenz - in der Tagesspitze rund 1900 Einsatzkräfte vom THW und überdies von Feuerwehren, Freiwilligen Hilfsorganisationen und privaten Rettungsdiensten verantwortlich. "Sie haben eine hohe Professionalität an den Tag gelegt, Augenmaß und ein ebenso besonnenes wie konsequentes Handeln gezeigt", zollte der Bayerische Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr großen Respekt. Auch der vom Ortsbeauftragten Michael Haas geführte THW-Ortsverband Baiersdorf hat seinen Beitrag beim G7-Gipfel geleistet. Aus seinen Reihen waren 20 Helfer vor Ort. Der Schwerpunkt lag bei der Notstromversorgung und Beleuchtung. So war der Ortsverband Baiersdorf etwa mit der Aufgabe betraut, mit einem Großaggregat (200 kVA) das "Rettungszentrum Süd" in Elmau mit Notstrom zu versorgen. Hierfür wurden im Vorfeld zahlreiche Stromverteiler und Scheinwerfer installiert sowie mehrere 100 Meter Kabel verlegt.
Darüber hinaus hat das THW Baiersdorf jüngst bei der Grenzkontrolle unter Beweis gestellt, dass auf seine Mitglieder Verlass ist. So brachen Helfer aus den eigenen Reihen, insbesondere der Fachgruppe Elektroversorgung, mit dem neuen Fahrzeug und der Netzersatzanlage am 20. September in den Morgenstunden zur Gäubodenkaserne in Feldkirchen (Niederbayern) auf. Gemeinsam mit ihren Kollegen von Feuerwehr und BRK hatten sie dort den Auftrag, einen Warteraum für bis zu 5000 Asylsuchende zu errichten.
Die ehrenamtlichen THWler elektrifizierten die errichtete Zeltstadt und schlossen auch die eigens errichteten Sanitärcontainer elektrisch an. In der folgenden Nacht kehrten sie nach einem fast 20-stündigen Einsatz in ihre heimatliche THW-Unterkunft zurück.
Insgesamt acht seiner ehrenamtlich tätigen THW-Helfer wurden an diesem Abend für ihre 25- bzw. 40-jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenzeichen am Bande in Gold des Freistaates Bayern ausgezeichnet.