Eingerahmt in Kompositionen bedeutender Komponisten war die Ballettaufführung "Die schöne Welt des Balletts" in der Jahn-Halle. Mit einer Polonaise wurde das Programm der Ballettschule Raisa Franke eröffnet. Zwölf in goldene "Roben" gekleidete Ballerinas mit Krönchen waren der Vorgeschmack auf die Kostüm-Vielfalt des Ensembles. Dafür hatte mit geschickter Hand und Ideenvielfalt Zitla Zarrin gesorgt.


Charmante Zarrin

Charmant führte Shaya Zarrin aus Berlin durch das Programm. Sie hat selbst einmal bei Raisa Franke getanzt. Zehn als Matrjoschkas (keine Holzpuppen) auftretende Mädchen wurden zu den Lieblingen der Zuschauer. Die Matrjoschkas präsentierten sich entzückend zu den Klängen des russischen Volksliedes "Kalinka". Helene Pankratz hatte die Kleinsten des Ensembles bei ihrem Auftritt begleitet.


Cancan

Der Tanz der "Seerosen" mit raffiniert gestalteten Blütenblättern wurde von einem schwungvoll getanzten Cancan (zu Musik von Offenbach) abgelöst: Schnelles Tempo, bestrumpfte Beine und geraffte Röcke begeisterten das Publikum.

Ein ästhetischer Genuss war auch der Auftritt der Tänzerinnen in hautengen Ballett-Anzüge. Ihr "Tanz der Farben" ließ auch die Disziplin und Ausdauer ahnen, die sich hinter dem Erfolg solch einer Choreographie verbirgt.

Im weiteren Verlauf des Abends setzte e die Ballett-Pädagogin Raisa Franke zum großen Teil auf klassisches Ballett mit Musik von Tschaikowski. Selbstverständlich gehörten auch Auszüge aus dem Ballett "Schwanensee" dazu. Raisa Franke selbst kann auf mehrere Auftritte dieses Stückes verweisen. Spätestens jetzt zog der klassische Tanz auf Spitzen die Aufmerksamkeit der Besucher in den Bann.


Von Paris inspiriert

Die Ballerinas wagten sich dann auch noch an österreichische und französische Komponisten. "Schatten" aus dem Ballett La Bayadere sowie "Lent" von Erik Satie. Schmeichelnd für das Auge: die roten Ballett-Kleider; passend zu der sehr melancholischen Musik des Komponisten, der ein einen Großteil seines Künstlerlebens auf dem Montmartre von Paris verbracht hat.

Die Schülerinnen, die zum Teil schon über 20 Jahre zur Familie der Ballettschule gehören, tanzten dann nach der Musik von Jan Garbarek "Der Wind" und voller Temperament: den "Russischen Tanz". Erneut rundeten die prachtvollen Kostüme die Darbietung ab.


Bolero zum Abschluss

Der berühmte "Bolero" von Maurice Ravel wurde schließlich als spanisches Bonbon zum Abschluss der Programmfolge serviert. Und so spendete ein begeistertes Publikum einem glücklichen Ensemble auch bei der letzten Darbietung den wohlverdienten, der lang anhalten Applaus.