Die Kirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde St. Johannis in der Zweibrückenstraße in Forchheim ist nicht nur zu Gottesdienstzeiten viel frequentiert. Auch Konzerte oder Ausstellungen finden in dem Gotteshaus statt. Damit die Kirche auch für gehbehinderte Menschen zugänglich wird, soll ein barrierefreier Zugang entstehen.

Anliegen der Gemeinde

Pfarrer Enno Weidt wandte sich deshalb mit der Bitte um Bezuschussung an Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU/WUO) und den Stadtrat. Die zu erwartenden Kosten belaufen sich laut dem beauftragten Architekturbüro auf 31.893 Euro, schreibt Weidt in einem Schreiben an den Rat. Hinzu kämen die Kosten von 2750 Euro für den Erwerb des städtischen Grundstücks, das benötigt wird, um den barrierefreien Zugang zu bauen. Von der evangelischen Landeskirche ist ein Zuschuss von rund 10.000 Euro zu erwarten. In seinem Schreiben an die Stadt spricht Weidt davon, dass der Platz vor der St. Johanniskirche "öffentlichen Charakter" hat.

Auch die räumliche Nähe der Kirche St. Johannis zu Senioreneinrichtungen kam in der Finanzausschusssitzung zur Sprache, schließlich benötigen gerade die Senioren häufig eine Gehhilfe wie einen Rollator. Mit einem solchen ist es momentan nur schwer möglich, die Kirche zu betreten.

Der Finanzausschuss der Stadt wollte ursprünglich 1200 Euro Zuschuss gewähren, da dies der Betrag wäre, der den Richtlinien entspräche. Stadtrat Sebastian Platzek (FDP) meldete sich zu Wort und schlug vor, das Stück Gehsteig zu schenken. Somit kann die Kirchengemeinde in höherem Umfang bedacht werden und gleichzeitig muss nicht bares Geld im Haushalt locker gemacht werden.

Der Beschlussvorschlag wurde daraufhin auf Schenkung des Grundstücks geändert und einstimmig beschlossen.