Das Spiel begann ausgeglichen. Immer wieder wechselte die Führung, zu keinem Zeitpunkt war der Unterschied zwischen einem EHF-Pokalsieger und einem Abstiegskandidaten zu sehen. Nach zehn Minuten brachte der HCE drei Tore zwischen sich und die Hauptstädter. Die Spitzenmannschaft aus Berlin brauchte bis zur 24. Minute, ehe Iker Romero ausglich. Mit einem 12:12 ging es in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit bestimmte der Kampf die Begegnung. Nikolai Link, Ole Rahmel und Nicolai Theilinger hielten ihre Farben offensiv im Spiel, hinten ermöglichten die Torhüter Nikolas Katsigiannis und Jan Stochl ein Herzschlagfinale. Fünf Minuten vor dem Ende läutete Nationalspieler Rahmel mit seinem Tor die Crunchtime ein. Nikolai Link und Theilinger zwangen Bundes- und Gäste-Trainer Dagur Sigurdsson sieben Sekunden vor dem Ende beim Stand von 28:27 zu einer Auszeit. Der Treffer von Petar Nenadic zwei Sekunden vor Schluss zum 28:28-Endstand versetzte Handball-Franken in eine kurze Schockstarre. "Es ist natürlich sehr bitter, dass wir in der letzten Sekunde den Ausgleich hinnehmen mussten", sagte HC-Coach Robert Andersson. Mit zwei Punkten Abstand und dem deutlich schlechteren Torverhältnis ist der Klassenerhalt vor dem letzten Saisonspiel am Freitag bei der TuS N-Lübbecke in weite Ferne gerückt.
HC Erlangen: Stochl, Katsigiannis - Weltgen, Theilinger (5), Schwnadner, J. Link, Preiß (1), Sveinsson (1), Nienhaus, Heß, Rahmel (8/5), Stranovsky (3), N. Link (9), Thümmler (1)