Wie Passgeber Sebastian Steinert kämpft Michael Antes mit seiner Mannschaft noch um die Relegation. Eine Kulisse von mehreren hundert Zuschauern ist Weingarts bereits aus dem Vorjahr gewohnt, als die DJK knapp scheiterte.

Wer hat Sie angespielt?
Michael Antes: Mein ehemaliger Arbeitskollege Sebastian Steinert. In der Ausbildung hatten wir eine coole Zeit. Seitdem haben wir leider nicht mehr regelmäßig Kontakt. Er ist ein beinharter Verteidiger, der auch die technischen Fähigkeiten hat, um defensiv die Fäden zu ziehen. Mit Effeltrich spielt er ja noch um den Relegationsplatz.

Genau wie Sie mit der DJK Weingarts...
Wir haben es zwar nicht mehr in der eigenen Hand, da Rupprechtstegen einen Punkt mehr auf dem Konto hat, aber wenn wir unsere drei Spiele gewinnen, sollte es eigentlich klappen.
Wir machen uns deswegen jedoch nicht unnötig Druck.

Warum war nach vier Jahren in der Jugend des 1. FC Nürnberg Schluss?
Mir ging die Fahrerei auf die Nerven. Im Alter von 15 Jahren hat man einfach andere Dinge im Kopf. Zudem bin ich relativ spät gewachsen und hatte den Mitspielern gegenüber körperliche Nachteile. Trotzdem war es eine schöne Zeit. Vor allem an die Hallenturniere, bei denen wir gegen Ajax Amsterdam oder Bayern München gespielt haben, erinnere ich mich gerne.

Ihre Sonntags-Partie wurde verlegt. Heißt das für Sie, Gegner beobachten oder Ausspannen?
Wenn ich ausnahmsweise mal selbst nicht spiele, möchte ich eigentlich meine Freizeit genießen. Vielleicht werde ich morgen aber in Hiltpoltstein zuschauen, wo Gräfenberg seine Meisterschaft in der Kreisklasse 3 perfekt machen kann.

Sie müssen in der Kreisliga 2 dann am Mittwoch gegen Ottensoos ran.
Da dürfen wir uns natürlich keinen Patzer erlauben. Für mich ist es ein besonderes Spiel, weil ich auf meinen Studienkollegen Peter Straußner treffe, den ich fast jeden Tag sehe. Wir fiebern der Partie schon seit Wochen entgegen.

So wie der möglichen Relegation?
Letztes Jahr habe ich die Quali-Spiele wegen einer Verletzung fast komplett verpasst. Vor 700 Zuschauern aufzulaufen, ist auf jeden Fall ein Highlight, das wir gern wiederholen würden. Und diesmal mit besserem Ende.

An wen spielen Sie weiter?
An Andreas Hofmann vom FC Thuisbrunn. Wir haben uns über meine Freundin auf Familienfeiern kennengelernt. Ich will ihn gern schon länger nach Weingarts holen, aber bisher sträubt er sich.