Nach vier Erfolgen in Liga und Pokal in Folge hat die SpVgg Jahn Forchheim wieder eine Niederlage kassiert. In der zweiten Runde des Verbandspokals mit dem ehemaligen Duisburger Gino Lettieri als Zuschauer war der Regionalligist SpVgg Bayreuth mit dem Ex-Forchheimer Tobias Ulbricht eine Nummer zu groß.


SpVgg Jahn Forchheim - SpVgg Bayreuth 1:3

Für Stammkeeper Alexander Schulz stand Markus Kredel im Jahn-Kasten. Auch Marc Reinhardt, der nach der Trennung von Christoph Starke an der Seite von Ex-Juniorennationalspieler und Reserve-Trainer Florian Wurster als Bayreuther Coach fungierte, wechselte im Tor. Die Forchheimer boten dem klassenhöheren Kontrahenten von Beginn an Paroli. Michael Hutzler ließ seine Jungs offensiv spielen, die Gäste standen anfangs mit der Abseitsregel auf Kriegsfuß. Auf der anderen Seite kamen die Hausherren das ein oder andere Mal bis zum Strafraum, allerdings nicht weiter.


Bei einem Flankenball von Patrick Weimar lief Kredel nicht entschlossen genug aus seinem Kasten, Außenverteidiger Bastian Horter kam daher unbedrängt zum Kopfball und markierte die Altstädter Führung (25.). Zehn Minuten später fischte Keeper Christian Berchthold einen Schuss von Senad Bajric sehenswert aus dem Winkel und leitete einen Konter ein. Von Dennis Weilers Schienbein prallte das Spielgerät zu Anton Makarenko - das Geburtstagskind hatte keine Mühe und erhöhte auf 0:2.

Die Messe schien gelesen, als Weimar eine Flanke zum 3:0 für den Favoriten versenkte (38.). Ein Zwischenstand, der dem Spielverlauf nicht gerecht wurde. Immerhin besorgte der auffällige Sebastian Schäferlein nur zwei Minuten später den Anschlusstreffer: Blank vor Berchthold auftauchend schob er das Leder in Torjägermanier in die untere rechte Ecke und hielt seine Mannschaft für die zweiten 45 Minuten im Spiel.


Bayreuth verpasst die Entscheidung

Tatsächlich wurde es nach dem Seitenwechsel spannend. Nicht, weil die Jahnler vehement auf den Ausgleich drängten, vielmehr machten die auf Konter lauernden Gäste den Sack nicht zu. Immer wieder verpassten die Altstädter den finalen Pass in die Spitze. Hätte Thomas Roas fünf Minuten nach der Pause allein vor dem Torhüter eingenetzt, wäre die Forchheimer Aufholjagd wohl eröffnet gewesen. So plätscherte die Partie - auf immer noch gutem Niveau - dahin, bis Maximilian Göbhardt die große Chance zum 2:3 hatte, aber verzog (78.).

Auf der anderen Seite machte Kredel seinen Fauxpas vor dem ersten Gegentreffer wett, als er Makarenkos Lupfer aus 40 Metern über die Latte boxte (86.). Der Schlusspunkt einer ansehnlichen Partie, war Weiler vorbehalten: Er schoss aus 28 Metern nur um Haaresbreite vorbei. "Wir waren über 90 Minuten ein ebenbürtiger Gegner", sagte Hutzler. "Es gab Siege, bei denen ich mehr zu kritisierten hatte als bei dieser Niederlage." Bitter für die Forchheimer: Mit Sven Wieczorek und David Mai mussten zwei Akteure verletzungsbedingt das Feld vorzeitig verlassen.
SpVgg Jahn: Kredel - Gumbrecht, Schäferlein, Wieczorek (26. Eisgrub), Weiler, Bauernschmitt (80. Titzmann), David Mai (64. Müller), Roas, Mönius, Göbhardt, Bajric
Schiedsrichter: Patrick Hanslbauer (Altenberg) / Zuschauer: 300 / Tore: 0:1 Bastian Horter (25.), 0:2 Anton Makarenko (35.), 0:3 Patrick Weimar (38.), 1:3 Sebastian Schäferlein (42.)