Der TSV Gräfenberg geht bei der SG Pinzberg/Gosberg in der A-Klasse 3 noch als Sieger vom Feld und grüßt als Tabellenführer.

SG Pinzberg/Gosberg -TSV Gräfenberg 1:2
Beide Mannschaften mussten auf wichtige Leistungsträger verzichten. Mit Philipp Oßmann hatte TSV-Trainer Christian Kuschnig einen Mann im Mittelfeld zu ersetzen. Auch Patrick Glauber musste auf Akteure aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen, um zumindest ein paar Ersatzspieler auf dem Spielberichtsbogen zu haben.

Die Partie startete verheißungsvoll, als Jakob Förstel mit links abzog. Sein Spannschuss verfehlte das Ziel jedoch knapp (4.). Auf der Gegenseite waren die Gäste dem Torschrei schon einen Hauch näher. Eine verunglückte Rückgabe eines Verteidigers landete an der eigenen Torumrandung (11.). Aber auch die SG Pinzberg/Gosberg machte ihre Erfahrung mit dem Aluminium. Lukas Zametzer flankte gefühlvoll auf den zweiten Pfosten und fand dort mit Daniel Eichinger den fast perfekten Abnehmer. Nach einer schönen Ballannahme nagelte er das Spielgerät an den Torpfosten (20.).

In der Folge übernahm die SG die Spielkontrolle. Einzig die Torchancen wurden fahrlässig vergeben. Stefan Derfuß fand nach gut einer halben Stunde seinen Meister in Markus Dörres. Besser machte es der Sturmtank in der 43. Minute: Nach einer schönen Freistoßvariante stand er im Sturmzentrum goldrichtig und verwertete eine Schuhmann-Hereingabe zum 1:0-Pausenstand.

Im zweiten Druchgang sollte sich jedoch das Blatt wenden. Gräfenberg kam wie verändert aus der Kabine und übernahm sofort das Kommando. Simon Leibinger nagelte das Spielgerät in der 47. Minute an den Querbalken, Michael Heiß im Tor wäre wohl chancenlos gewesen. Keine zwei Minuten später war es der Spielertrainer höchstpersönlich, der eine Chance leichtfertig versiebte. Besser machte es aber Simon Leibinger: Nach einem tollen Spielzug über rechts stand er am zweiten Pfosten blank und drückte das Leder zum 1:1 in die Maschen (51.). Mit dem Ausgleich im Rücken spielten die Gäste weiter mit Vollgas nach vorn. Wieder war es Simon Leibinger, der alleine auf den SG-Torhüter zulief. Diesmal war er jedoch zweiter Sieger und vertendelte den Ball (60.).

20 Minuten vor Ende drehten die Gäste die Partie tatsächlich: Einen Volley-Schuss von Kuschnig konnte der Torhüter gerade noch parieren. Gegen den Nachschuss von Schiller war der Keeper jedoch machtlos - 1:2 (70.). Pinzberg warf jetzt alles nach vorn. Mehr als ein Verlegenheitsschuss von Schuhmann sollte aber nicht mehr rausspringen, die Niederlage war besiegelt.


Die Meinungen

"Wir haben das Spiel im ersten Durchgang einfach auf die leichte Schulter genommen. Das darf natürlich nicht passieren, man sieht, was dabei rauskommt. Mit der Leistung im zweiten Durchgang bin ich absolut zufrieden, so stellen wir uns das Ganze auch vor. Ich denke, wir gehen aufgrund der Leistungssteigerung verdient als Sieger vom Platz", sagte TSV-Coach Christian Kuschnig, während SG-Akteur Jakob Förstel nicht zufrieden sein konnte: "Die erste Halbzeit war noch ganz in Ordnung. Was uns aber im zweiten Durchgang passiert ist, ist wirklich schlecht. Wir haben zu viele einfach Fehler gemacht und sind ständig hinterher gelaufen. Es ist natürlich bitter, dass wir nicht einmal einen Punkt mitnehmen."