Die SpVgg Jahn Forchheim steht in der Bayernliga gleich vor einer doppelt schweren Aufgabe. Denn ausgerechnet im Spitzenspiel bei Viktoria Aschaffenburg fällt mit Thomas Roas der bislang erfolgreichste Torschütze aus.
Während der Baiersdorfer SV in der Landesliga den Tabellenkeller endlich verlassen möchte, würde der SV Buckenhofen in der Bezirksliga gerne sein erstes Erfolgserlebnis im Heimspiel gegen Hüttenbach feiern.

Bayernliga Nord

Viktoria Aschaffenburg - Jahn Forchheim (Sa., 15 Uhr)
Irgendwie war es fast dreifaches Pech, das Thomas Roas in der Schlussphase des Bayernliga-Derbys gegen den FSV Erlangen-Bruck erlebte. Zehn Minuten vor Abpfiff hatte der Stürmer die große Chance, das 3:1 für den Jahn zu erzielen, vergab seinen Elfmeter aber und kam nur kurze Zeit später nach einem Kopfballduell unglücklich auf dem Boden auf.
Mit dick bandagiertem Knöchel musste der 25-Jährige dann von der Seitenlinie aus mit ansehen, wie seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch den 2:2-Ausgleich kassierte. "Ich habe mir einen Kapselriss zugezogen. Jetzt muss ich mal sehen, wie es läuft. Vielleicht kann ich nächste Woche schon wieder mit dem Lauftraining anfangen", sagt Roas.

Damit fehlt dem Tabellenführer im Spitzenspiel gegen den Dritten aus Aschaffenburg ausgerechnet sein erfolgreichster Torschütze. Bereits sieben Mal war Roas in den vergangenen zwölf Partien erfolgreich. "Wir sind in der Breite aber gut aufgestellt, der Trainer wird schon jemanden als Ersatz finden", sagt Roas. Dass sich die Mannschaft durch seinen Ausfall oder den späten Ausgleich gegen Erlangen-Bruck irritieren lässt, glaubt er ohnehin nicht: "Wir fahren da ohne Druck hin. Unsere Stärke ist es, das Spiel zu machen, aber wir dürfen nicht wieder so unter Druck geraten wie zuletzt." Mit einer breiten Brust dürften beide Teams ins Spiel gehen. Denn während Forchheim seit sieben Spielen ungeschlagen ist, blickt die Viktoria auf eine Serie von neun Partien ohne Niederlage.

Landesliga Nordwest

Baiersdorfer SV - Neustadt/Aisch (Sa., 16 Uhr)
Auf den ersten Blick hat auch der Baiersdorfer SV eine Liga tiefer eine ordentliche Serie vorzuweisen. Zwar ist der Aufsteiger seit sechs Spielen unbesiegt, doch darunter fallen gleich vier Punkteteilungen. "Für uns ist es keine Pflicht, zu gewinnen, aber wir wollen unbedingt punkten, um da unten endlich rauszukommen", sagt Trainer Helmut Wolff, der mit dem BSV auf Rang 14 steht. Doch dem Blick auf die Tabelle traut der 45-Jährige derzeit nicht gerade: "Ich schätze den TSV Neustadt/Aisch deutlich stärker ein, als es die Tabelle aussagt." Gerade auswärts trete der TSV besonders stark auf und könne dort vor allem seine Konterstärke ausspielen.

Bezirksliga

SV Buckenhofen - Hüttenbach (So., 15 Uhr)
Das für kurze Zeit am Donnerstag angesetzte Nachholspiel vom Wochenende gegen den FC Stein ist auf Dezember verschoben worden. Mit Hüttenbach wartet auf den Tabellenletzten nun ein Team, das nur eine unwesentlich bessere Bilanz als der SV Buckenhofen hat - was angesichts von nur einem Punkt aus acht Spielen auch nicht sonderlich schwer ist.Bei den Gästen stehen ein Sieg und drei Unentschieden auf der Habenseite.