Im Rückspiel gegen den Bezirksoberliga-Meister SC Feucht musste sich der Landesligist SV Buckenhofen mit einem dramatischen 3:3 begnügen und verpasste die zweite Qualifikationsrunde zum Aufstieg in die Fußball-Bayernliga. Nach dem 2:2 im Hinspiel kosteten die drei Gegentreffer im Rückspiel ein Weiterkommen, da die Europapokal-Regel zum Tragen kommt. Insgesamt gesehen ist dieses Unentschieden gerecht, denn in der ersten Halbzeit waren die Gäste die stärkere Mannschaft und im zweiten Durchgang bestimmte Buckenhofen das Geschehen.


Qualifikation zur Bayernliga



SV Buckenhofen -
SC Feucht 3:3
Bereits in der 6. Minute sorgte Schulik mit einem Schuss aus halbrechter Position für Gefahr vor dem SV-Tor. Danach hatten die Mittelfranken weiterhin ein Übergewicht. In der 21. Minute fiel das überraschende 1:0 für Buckenhofen, als nach einem Eckball Tom Jäckel am kurzen Pfosten unhaltbar einköpfte. Die Feuchter hielten dagegen. Sie kamen in der 30. Minute zum Ausgleich: Nach einem Freistoß von Distler konnte der Buckenhofner Torhüter Tobias Haller den Ball nicht festhalten und der brandgefährliche Mario Swierkot schob aus kurzer Distanz den Ball ins Gehäuse. Er sorgte in der 43. Minute nach einem Einwurf mit einem herrlichen Schuss auch für den 1:2-Pausenstand.
Nach der Pause, in der beim SVB Adem Selmani und Thomas Roas eingewechselt wurden, machte Buckenhofen sofort mächtig Druck. Doch die erste Möglichkeit hatten die Gäste, als wiederum Swierkot mit einem Linksschuss den SV-.Torwart Haller prüfte. Pech hatte Buckenhofen in der 62. Minute, als Jäckel mit einem Freistoß aus 17 Metern den Pfosten traf.
20 Minuten vor Schluss gab es einen Foulelfmeter für die Oberfranken, als der Feuchter Torwart den Ball bereits sicher hatte, doch Moritz Fath dabei im Strafraum umgestoßen wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Roas unhaltbar. Nachdem die Feuchter in der 73. Minute mit einem abgefälschten Schuss von Wolf nochmals für große Gefahr gesorgt hatten, schien in der 80. Minute Buckenhofen auf der Siegerstraße zu sein: Denn nach einem herrlichen Pass von Jäckel brachte der eingewechselte Selmani den SVB mit 3:2 nach vorne. In der 84. Minute hatte Jäckel die große Chance zur Entscheidung für Buckenhofen, doch aus spitzem Winkel scheiterte er am glänzend reagierenden Feuchter Schlussmann. Zwei Minuten vor Schluss kamen die Feuchter zum 3:3, was für sie das Weiterkommen in die nächste Runde bedeutete. Nach einem Freistoß in den Strafraum verlängerte Schulik den Ball unhaltbar unhaltbar für den SV-Torhüter.
SV Buckenhofen: Haller - Loos, Viereckl, Özdemir, Melinghoff, Fath, Jäckel, Dimter, Zollhöfer, Müller (46. Selmani), Schwab (46. Roas) / SC Feucht: Kredel - Reuß, Schorr, Förster, Eigl, Schönweiß, Spielbühler, Swierkot (91. Preißer), Wolf (85. Al-Hassan), Distler, Schulik / SR: Hoffmann (Pfarrweisach) / Zuschauer: 1000 / Tore: 1:0 Jäckel (21.), 1:1 Swierkot (30.), 1:2 Swierkot (43.), 2:2 Roas (70. Foulelfmeter), 3:3 Selmani (80.), 3:3 Schulik (88.)

Stimmen zum Spiel


Rainer Gerlitz (Trainer SV Buckenhofen): "In der ersten Halbzeit haben wir zu ängstlich gespielt und waren nicht präsent. Dies habe ich deutlich zu meinen Spielern in der Pause gesagt. Und auch die Einwechslungen zahlten sich aus. Über den Kampf sind wir dann in das Spiel gekommen und sind verdient in Führung gegangen. Aufgrund der zweiten Halbzeit, denke ich, hatte es meine Mannschaft nicht verdient, nun nach zwei Unentschieden aus dem Aufstiegsrennen auszuscheiden. Es waren zwei gute Spiele von zwei guten Mannschaften."

Mario Swierkot (zweifacher Torschütze SC Feucht): "Über zwei Spiele gesehen sind wir nicht unverdient weitergekommen. Maßgeblichen Anteil hatte unser Trainer Uwe Mösle, der uns sehr gut eingestellt hat. In der ersten Halbzeit haben wir unser bestes Spiel in dieser Saison abgeliefert. Wir wussten, dass die Buckenhofner im zweiten Durchgang mit den weiten Bällen auf Tom Jäckel versuchen würden, zum Erfolg zu kommen. Hier haben wir uns teilweise nicht clever angestellt und sind in Rückstand geraten. Am Ende haben wir aber doch die Chance zum 3:3 genutzt."
Tom Jäckel (1:0-Torschütze des SVB): "Das Ausscheiden ist zwar unglücklich. Aber wenn du zuhause drei Tore schießt, musst du das Spiel gewinnen. In der ersten Halbzeit haben wir viel zu passiv gespielt, obwohl wir in Führung gingen. Im zweiten Durchgang konnten wir die Begegnung drehen, aber es hat leider nicht gereicht."
Manfred Kreuzer (Vorsitzender SC Feucht): "Ich denke, wir waren die spielerische stärkere Mannschaft. Der Erfolg ist nicht unverdient. Wie bereits im ersten Spiel sind die Buckenhofner nur durch Standardsituationen zu ihren Toren gekommen. Heute haben wir es nicht verstanden, uns auf die Kopfballstärke von Tom Jäckel einzustellen. Ein Kompliment trotzdem unserer Mannschaft, die spielerisch überzeugt hat."

Qualifikation zur Landesliga


Am Pfingstsamstag fanden im Fußball-Bezirk Mittelfranken die Rückspiele im Kampf um den Landesliga-Aufstieg statt. Von den acht Teams, die in der Relegation standen, steigen nun vier Vereine auf, vier Clubs spielen in der kommenden Saison in der Bezirksliga. Den Sprung in die Landesliga verpasste der Baiersdorfer SV knapp, der sich dem ASV Vach nach dem 1:1 im Hinspiel zuhause in der Verlängerung geschlagen geben musste.
Der Meister der Bezirksliga 1 (Nord), der ASV Pegnitz, schaffte dagegen nach dem 2:1-Sieg beim BSC Erlangen durch ein 2:2 im Rückspiel den erstmaligen Aufstieg in die Landesliga und verwies den BSC in die Bezirksliga.
Keine Chance ließ der Bezirksoberligist FSV Stadeln dem Meister der Bezirksliga 2 (Süd), n SV 73 Süd Nürnberg, und setzte sich nach dem 1:0 in Nürnberg zuhause mit 3:0 durch. Die "Süder" müssen in der kommenden Saison nun wieder Meister in einer der Bezirksligen werden, um in die Landesliga aufzusteigen. Den vierten freien Platz sicherte sich der ASV Zirndorf, der nach dem 3:1 Hinspielsieg nun beim TSV Kornburg ein torloses Remis erreichte.
Baiersdorfer SV -
ASV Vach 1:1, n.V. 1:3
Wie im Hinspiel hieß es nach 90 Minuten 1:1, so dass es in Baiersdorf in die Verlängerung ging. In der Extra-Zeit besiegelten die Vacher mit einem Doppelschlag das bittere Baiersdorfer Schicksal: Cemil Aydogmus (99.) und Benjamin Pommer (101.) schossen den Sieg für den ASV heraus. Schon nach dem 1:2 hätten die Baiersdorfer noch zwei Tore zum Aufstieg gebraucht.
Der nach der Punkterunde in der Bezirksoberliga Mittelfranken besser platzierte Baiersdorfer SV (7., Vach Platz 12) musste wie im Hinspiel zunächst auf seinen angeschlagenen Torjäger Enrico Cescutti verzichten. Dennoch gingen die BSVler gleich in Führung: Christian Nagengast brachte in der 4. Minute die Hausherren nach vorne. Nach einem weiten Freistoß ließ der Vacher Torwart Felix Hörrlein den Ball nach vorne abprallen und der Baiersdorfer staubte ab.
In der mäßigen Partie, die von der Spannung lebte, waren die Baiersdorfer bis zur 48. Minute in der Landesliga: Dann schlug Aydogmus zum ersten Mal zu und glich für die Vacher aus: Nach einer Ecke kam er am kurzen Pfosten an den Ball und schoss unhaltbar für Torwart Musialik ein.
In der Verlängerung hatte der eingewechselte Cescutti die Chance, sein Team wieder in Führung zu bringen: Doch seinen Schuss aus zwölf Metern lenkte Hörrlein über die Latte. Auf der anderen Seite fiel dann vor 350 Zuschauern schnell die Entscheidung. Nach einer Ecke traf Aydogmus aus dem Gewühl heraus. Keine zwei Minuten später - die Baiersdorfer mussten aufmachen - traf Pommer bei einem Konter aus 16 Meteren zum 1:3.
Baiersdorfer SV: Musialik - Pilz, Kraft (71. Dollhäupl), Janousek, Friedrich, Ortloff, Mönius (80. Cescutti), Angermüller, Karches, Nagengast (65. Ulrich), Göller / ASV Vach: Hörrlein - Faltermeier (89. Marx), Daum, Hassgall, Lerchl, Fringelis, Glaser, Adlung (46. Jovanovic), Aydin, Aydogmus, Pommer / SR: Badstübner (Windsbach) / Zuschauer: 350 / Tore: 1:0 Na gengast (4.), 1:1 Aydogmus (48.), 1:2 Aydogmus (99.), 1:3 Pommer (101.)
ASV Pegnitz -
BSC Erlangen 2:2
Dieses Unentschieden genügte den Pegnitzern, um den größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte zu feiern. Denn das Hinspiel in Erlangen gewannen sie mit 2:1. Vor der prächtigen Kulisse von 1300 Zuschauern machte es der Bezirksoberligist BSC Erlangen dem Bezirksliga-Meister allerdings sehr schwer und hätte dieses Spiel auch für sich entscheiden können. Nach torloser erster Halbzeit brachte Torjäger Marco Müller die Erlanger in der 50. Minute mit einem Kopfballtor in Führung. Vier Minuten danach erzielte Christopher Schraml nach herrlicher Vorarbeit von Kretschmer das 1:1. In der 75. Minute gingen die Hausherren durch ein Erlanger Eigentor in Führung. Nachdem in der 80. Minute Marco Müller zum 2:2 ausgeglichen hatte, hätte den Gästen ein weiterer Treffer genügt (Europapokal-Modus). Die Pegnitzer brachten allerdings mit etwas Glück das Resultat über die Zeit und feierten nach dem Schlusspfiff des sehr guten Schiedsrichters Sven Bode den Aufstieg.
Vor der Partie hatte der Kreisspielleiter Erlangen/Pegnitzgrund, Max Habermann (Wolfsberg), dem Pegnitzer Kapitän die Meisterurkunde, den Bezirkswimpel und einen Ball übergeben und zum Titelgewinn in der Bezirksliga Mittelfranken 1 (Nord) gratuliert.
ASV Pegnitz: Schuster - Rolzing, Sigl, Müller, Jordan (83. T. Haberberger), Zeilmann, Schraml (54. P. Haberberger), Stiefler (65. Held), Lindner, Vogler, Kretschmer / BSC Erlangen: Hinze - Brütting, Frey, Nemetz, Cords (78. Jovic), Weber, Kreuzer, Jakl (60. Yanik), Walthier (71. Dedaj), Helisch, Müller / SR: Bode (Nürnberg-Eibach) / Zuschauer: 1300 / Tore: 0:1 Müller (50.), 1:1 Schraml (54.), 2:1 Cords (75., Eigentor), 2:2 Müller (80.)


Qualifikation zur Kreisklasse Bamberg



Die DJK Schnaid/Rothensand sicherte sich durch einen hochverdienten Sieg im Qualifikationsspiel auf dem Platz des SV Waizendorf souverän die weitere Zugehörigkeit zur Fußball-Kreisklasse Bamberg. Der Kreisklassist setzte sich gegen den A-Klassen-Dritten ASV Gaustadt mit 5:1 durch.
DJK Schnaid/Rothensand -
ASV Gaustadt 5:1
Die DJKler knüpften an ihre gute Form der letzten Wochen an und ließen die Gaustadter selten ins Spiel kommen. War in den ersten 20 Minuten die Begegnung noch ausgeglichen, so dominierten in der Folge die Schnaid/Rothensander das Spielgeschehen. Nach 26 Minuten fiel die Führung für den Kreisklassisten, als Maximilian Ruschig nach einer Hereingabe von Christoph Saffer zum 1:0 einschoss. Das zweite Tor der DJKler ließ nicht lange auf sich warten: Neun Minuten später spielte Spielertrainer Rüdiger Folz gekonnt Patrick Katz frei, der sicher vollendete. Matthias Bornhofen (44.) sorgte mit einem satten 16-Meter-Schuss für den dritten Treffer der Schnaid/ Rothensander. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde Rüdiger Folz im Strafraum gefoult: Den fälligen Elfmeter verwandelte Matthias Beck in der Nachspielzeit der ersten 45 Minuten souverän zum 4:0. Damit war bereits zur Halbzeit eine Vorentscheidung gefallen. Nach dem Seitenwechsel ließen es die DJKler etwas ruhiger angehen und verwalteten ihren Vorsprung, ohne in große Gefahr zu geraten, ein Gegentor zu kassieren. 16 Minuten vor Schluss der Begegnung fiel das fünfte Tor der Schnaid/ Rothensander: Christoph Saffer war wieder der Vorlagengeber und Steffen Kelle netzte zum 5:0 ein. In der Schlussphase gelang den hoffnungslos unterlegenen Gaustadtern der Ehrentreffer. Auch in dieser Höhe war der Sieg der DJK Schnaid/Rothensand verdient.