Seit bald zehn Jahren schnürt Matthias Müller für die SpVgg Uehlfeld die Stiefel und hat in dieser Zeit diverse Trainer kommen und gehen sehen. Der 30-Jährige ist eine Konstante des Vereins, packt im eigenen Nachwuchs mit an und kann sich in der Zukunft auch eine andere Position im Klub vorstellen.

Herr Müller, wer hat Sie angespielt?

Matthias Müller: Günter Kropf. Er hat mich in Uehlfeld trainiert und war zudem mein Ausbildungsmeister in meinem Betrieb. Ich denke, dass ich ihn in beiden Bereichen zufrieden stellen konnte (grinst).

Sie sind bereits in jungen Jahren nach Uehlfeld gewechselt und haben seitdem über 200 Spiele für die SpVgg absolviert. Was macht den Verein aus?

Der Klub lebt von seinem Zusammenhalt. In der Jugend habe ich für meinen Heimatverein FC Dachsbach-Birnbaum gespielt. Nach zwei Jahren im Herrenbereich hatte ich in Uehlfeld die Chance, aus der A-Klasse in die Kreisliga zu wechseln. Ich war sehr dankbar für diese Chance und bin froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Zwischen den Spielern ist die Atmosphäre speziell, es ist praktisch jeder mit jedem befreundet. Auch zwischen der Mannschaft und dem Vorstand passt es hervorragend.

Uehlfeld hat viele Jahre auf Bezirks- und Landesebene gespielt, mittlerweile ist man im Mittelfeld der Kreisklasse 1 angekommen. Entsteht durch die erfolgreiche Vergangenheit ein gewisser Druck auf das Team?

Natürlich sind die erfolgreicheren Zeiten noch präsent. Viele ehemalige Aktive schauen regelmäßig bei uns zu. Besonderen Druck sehe ich nicht auf uns lasten, weder von Vereinsseite noch von außerhalb. Unser Vorstand und der Spielleiter Thomas Albert leisten gute Arbeit, der Verein ist diesbezüglich super aufgestellt. Irgendwann ist die Kreisliga schon ein Ziel, der Kader hat Qualität und der Sprung ins Kreisoberhaus wäre eine tolle Sache. Wir müssen in den nächsten Jahren jedoch nicht um jeden Preis aufsteigen.

Neben Ihrer aktiven Laufbahn als Spieler trainieren Sie auch im Nachwuchsbereich des Vereins. Was gibt Ihnen die Arbeit mit Kindern?

Seit 2016 trainiere ich die C-Junioren. Nach dem letztjährigen Abstieg liegen wir in der Kreisgruppe derzeit auf dem dritten Tabellenplatz. Ab dem Sommer übernehme ich unsere A-Junioren, die im kommenden Jahr in der Kreisklasse spielen. Schon in Dachsbach habe ich Kinder trainiert, diese Tätigkeit bereitet mir sehr viel Freude. Die Jungs wollen lernen, sind fußballbegeistert und investieren viel, um sich zu verbessern. Es ist nicht immer einfach, die Arbeit, das Training der ersten Mannschaft und die Kids unter einen Hut zu bringen. Momentan klappt das gut und daher bin ich gerne bereit, zukünftig weiterzumachen.

Auf dem Platz läuft es bei Ihnen sehr gut, mit neun Treffern haben Sie ihren Vorjahreswert bereits eingestellt.

Das stimmt, ich kann nicht klagen. In den vergangenen Jahren habe ich auf vielen verschiedenen Positionen gespielt, ich bin aber gelernter Stürmer. Es macht mir nichts aus, im Mittelfeld oder der Abwehr zu spielen.

Können Sie sich auf Sicht noch einmal einen Vereinswechsel vorstellen?

Nein, eigentlich nicht. Ich denke, dass Uehlfeld meine letzte Station als Aktiver ist. Das Umfeld und der Verein gefallen mir sehr. Ich sehe meine Zukunft bei der Spielvereinigung, eventuell auch als Trainer der ersten Mannschaft. Daher kommt das für mich kaum in Frage.

An wen spielen Sie weiter?

Ich nominiere Robert Kellermann, er trainiert den FSV Großenseebach II und spielt in der ersten Mannschaft. Früher war er in Uehlfeld mein Mitspieler, er ist ein guter Fußballer. Wir freuen uns immer, wenn wir uns über den Weg laufen.