Der "InFranken-Kick" zwischen dem SV Wolfsberg und dem SC Kühlenfels in der Fußball-Kreisklasse 3 Erlangen/Pegnitzgrund fiel dem unerwarteten und frühen Wintereinbruch mit Schneefällen und Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Opfer. So wie auf 41 anderen Sportplätzen im Spielkreis war eine reguläre Fußballpartie ohne erhöhte Verletzungsgefahr auch im Trubachtal nicht möglich, weshalb die Verantwortlichen das Spiel am Sonntagmorgen absagen mussten.

In der Nachbetrachtung wird die Situation nach dem Spielausfall, die geplante Neuansetzung am 2. Dezember und das Restprogramm bis zur Winterpause von den beiden Trainern Reinhard Häfner (SV Wolfsberg) sowie Thomas Helldörfer (SC Kühlenfels) bewertet. Häfner war nicht glücklich über den Wintereinbruch, obwohl er ohnehin durch eine Verletzung nicht hätte spielen können und so womöglich beim Nachholtermin mit von der Partie ist: "Am Sonntagmorgen, als mich mein Spielleiter wegen der bevorstehenden Absage anrief, waren auf den offiziellen Seiten schon ein paar Spielausfälle bekannt gegeben worden." Meist handelte es sich um Heimvereine aus der Fränkischen Schweiz. "Ich habe mich kurz vor 11 Uhr vor Ort selbst von den Platzverhältnissen überzeugt", berichtet Häfner, "der Rasen war schneebedeckt."

Das wäre ein Glücksspiel


Nach seiner Ansicht wäre es ein Glücksspiel geworden. Denn seine Mannschaft agiere im Spielaufbau mit Kurzpässen, die so kaum kontrolliert hätten gespielt werden können. "Es wäre wohl beidseitig vieles dem Zufall, aber kaum einer sportlichen Leistung überlassen worden. Was aber noch schwerer wiegt, ist die nicht einschätzbare Gefahr weiterer Verletzungen, wenn das Spielfeld auftaut und rutschig wird."
Thomas Helldörfer sieht diese Gefahren ebenso und ist aus einem weiteren Grund gar nicht so unglücklich über die Spielverlegung: "Zusätzlich zu meiner schon dünnen Spielerdecke meldete sich noch ein Spieler krank und einer als verletzt. Andererseits weiß man nie, wie so ein Spiel läuft. Wir hätten uns dennoch was ausgerechnet, also bewerte ich den Ausfall weder als Vorteil noch als Nachteil."
Alles in allem zählt für den SC-Trainer im Moment, dass nicht noch weitere Akteure verletzungsbedingt ausfallen. Denn auch so ist es nach seiner Ansicht schwer genug zu bestehen: "Wir müssen uns nicht nur anders präsentieren und unser Spiel generell umstellen. Denn für lange Pässe haben wir heuer kaum einen Abnehmer, spielen jedoch noch viel zu häufig so nach vorne."

Schlüsselspiele für Kühlenfels


Die kommenden Aufgaben sieht Helldörfer als Schlüsselspiele für den weiteren Saisonverlauf: "Nun kommen mit Rupprechtstegen II, Betzenstein, Weißenohe, Bronn und Wolfsberg - sofern dies wirklich im Anschluss an den Rahmenterminplan stattfindet - Gegner auf unserer Kragenweite. Fast alles sind, vielleicht bis auf den überraschend starken Aufsteiger aus Weißenohe, so genannte Sechs-Punkte-Spiele für uns."
Jedem beim SC müsse klar sein, so Helldörfer, dass aus diesen fünf Partien zehn Punkte geholt werden müssen, um sich aussichtsreich für die Rückrunde zu rüsten.

Reinhard Häfner geht gelassener in die kommenden Partien, warnt jedoch davor, sich zu früh in Sicherheit zu wiegen: "Das geht in einer ausgeglichenen Klasse sehr schnell, wenn man nicht jede Partie hochkonzentriert bestreitet. Dann steckt man wieder im Strudel drin und baut die anderen noch auf. Mit Pottenstein, Neuhaus, Auerbach und Michelfeld haben wir Gegner, die gegen uns genauso ihre Chance sehen wie wir gegen sie."
Mit einem Spieltermin gegen Kühlenfels noch in diesem Jahr rechnet Häfner nicht, auch wenn dieser im Moment so terminiert ist. Er konzentriert sich auf die vier Rahmenspieltage, die nach seiner Einschätzung ebenso allesamt Sechs-Punkte-Spiele seien, bei denen sein SV Wolfsberg mehr verlieren als gewinnen kann: "Mir würden sieben Punkte reichen. Denn damit hätten wir drei Konkurrenten auf Abstand gehalten."