Vor Beginn der Handball-Begegnung mit der TS Herzogenaurach ereilte die Männer des HC Forchheim eine Hiobsbotschaft: Bei Jakob Sekolec wurde erneut ein Kreuzbandriss diagnostiziert. Für den 24-jährigen Spielmacher bedeutet die Verletzung nicht nur das Saisonaus in der Bezirksoberliga, sondern auch eine Handballpause für ein ganzes Jahr. Und das nach gerade einmal 15 Minuten Spielzeit bei seinem Comeback in der Vorwoche.

Die Vorzeichen für das Heimderby waren also nicht gut, doch die Flippers bewiesen Moral und drehten ein 11:13 nach 30 Minuten in einen klaren Erfolg. Die BOL-Frauen ließen gegen die einzige sieglose Mannschaft der Spielklasse nichts anbrennen und bleiben im Führungstrio.

Männer, Bezirksoberliga: HC Forchheim - TS Herzogenaurach 33:25

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In früheren BOL-Spielzeiten war diese Begegnung immer ein Spitzenspiel. Aber wie der HC befindet sich die Mannschaft aus der Schuhstadt im Umbruch und trat zudem mit einem reduzierten Kader an. Es war also wie immer ein Duell auf Augenhöhe, nur ging es diesmal darum, in der Tabelle nicht weiter nach hinten zu rutschen. Die Gastgeber fanden nur schwer ins Spiel und lagen nach fünf Minuten mit 2:5 hinten.

Vor allem im Abschluss mangelte es an Präzision und auch die Abwehr überzeugte nicht. Ein glänzend aufgelegter Torwart Matthias Müller hielt sein Team im Spiel. Die Flippers holten den ständigen Rückstand von zwei bis drei Treffern bis zur Halbzeitpause (11:13) nicht auf, blieben aber auch wegen der bis dahin sieben Tore von Christoph Mach auf Schlagdistanz.

Nach Wiederanpfiff schienen die Schützlinge der Trainer Markus Carra und Matthias Gieck angekommen zu sein. In der 41. Minute ging der HC erstmals in Führung (19:18). Das Spiel wurde hektischer, aber die Gastgeber ließen sich davon nicht anstecken und bauten den Vorsprung aus (25:20, 50.). Die Auszeit der Gäste erzielte keine Wirkung, so dass ein verdienter 33:25-Sieg auf der Anzeigentafel leuchtete, bei dem die Höhe ein wenig über die Schwächen der ersten Hälfte hinwegtäuscht.

"Die Mannschaft hat sich in der zweiten Hälfte gut zurückgekämpft. Es war ein Teamerfolg, aber die Leistungen unseres Torwarts sowie von Christoph und Tobias Radina waren herausragend", sagte Gieck sichtlich erleichtert. Die Zuschauer erlebten ein kurzweiliges, kämpferisches Spiel, wenn auch nicht unbedingt auf hohem Niveau. Am kommenden Samstag hat der HC gegen die Bayernliga-Reserve der SG Regensburg erneut Heimrecht. HC: Müller, Weber - Schulz (3), Sauer, Mückusch (3), Kist, Radina (9/2), Engel, Opitz (5), Stöckl, Rost (2), Mach (11/1)

Frauen, Bezirksoberliga: HC Forchheim - HV Oberviechtach 38:23

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Hellwach starteten die Flippers in der Abwehr und zwangen den Aufsteiger bereits im ersten Angriff ins Zeitspiel. Binnen zehn Minuten spielten die Gastgeber eine Vier-Tore-Führung heraus und waren den lange dauernden Angriffen des Gegners gewachsen. Sie unterbanden die Offensivbemühungen der Oberpfälzer in dieser Phase gekonnt und schafften es immer wieder, den Ball zu erobern und im Tempogegenstoß zu verwerten. Das Resultat aus einer konsequenten Abwehr und konzentrierten Abschlüssen war eine 19:11-Führung nach 30 Minuten.

Trainer Thomas Ihrke lobte seine Mädels in der Kabine und forderte sie auf, weiterhin wachsam zu arbeiten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit trafen insbesondere Linda Gärtner und Anja Sauer zum vorentscheidenden 26:14 20 Minuten vor Ende. Vermutlich aufgrund des deutlichen Zwischenstands ließ die Konzentration in der Abwehr nach und Oberviechtach betrieb Ergebniskosmetik. Im Gegensatz zum HV, bei dem eine Spielerin mit elf Treffern dominierte, glänzte Forchheim mit ausgeglichener Torverteilung. Diese geschlossene Mannschaftsleistung wollen die Flippers am Samstag erneut zu Hause gegen den FC Neunburg fortsetzen.te HC: Heid - Gärtner (5), Rothenbücher (5), H. Nemeth (4), Irnstorfer (4), Molls (4), Zettelmeier (4), Hoffmann (3), Schmitt (3), T. Nemeth (2), Sauer (2), Gareis (1), Kohnen (1), Heilmann