Siege haben sie beide bitter nötig. Das letzte Erfolgserlebnis des Fußball-Landesligisten Baiersdorfer SV ist zwar erst knapp zwei Wochen her, doch nach der desolaten Vorstellung beim ASV Veitsbronn (0:3) muss das Team schon eine deutlich andere Leistung an den Tag legen, um ihren Trainer zu besänftigen.


Landesliga Nordost: TSV Kornburg (9.) - Baiersdorfer SV (14.)

Am Ende läuft es immer auf eine Lösung hinaus: Gewinnen. Etwas anderes hilft nicht. "Ich hatte mir zu Beginn der Saison fest vorgenommen, mir Niederlagen nicht mehr anmerken zu lassen, wenn ich nach Hause komme", erzählt Baiersdorfs Trainer Enzo Penna. Versuche, dies umzusetzen, hatte er zuletzt mehrere.
Gleich drei der vergangenen fünf Partien verließ seine Mannschaft als Verlierer den Platz. "Ich habe alles versucht. Bin mit Blumen nach Hause gekommen oder auch mit dem strahlendsten Lächeln. Doch spätestens nach 30 Sekunden höre ich: ,Papa, du hast verloren'", sagt Penna.

Von der 0:3-Niederlage vergangene Woche gegen den ASV Veitsbronn hat sich der Italiener immer noch nicht richtig erholt. "Mein Hals ist noch ziemlich dick", sagt er. "Das war die schlechteste Leistung, die wir in dieser Saison bisher gezeigt haben." Dabei hatte er sich eine Menge erhofft und extra die Spieler aufgeboten, die eine Woche zuvor beim TSV Buch mit 2:0 gewonnen hatten. Dafür nahm er es sogar in Kauf, dass erst zehn Meter weiter hinten mit dem Pressing begonnen wurde. "Aber das wird sich in Kornburg definitiv verändern", sagt der Trainer. "Ich bin zwar Italiener, spiele aber lieber 4:5 als 0:1."

Den Tabellenneunten, der in den vergangenen fünf Spielen sieben Punkte holte, dürfe man aber auf keinen Fall ins Spiel kommen lassen. "Wenn das passiert, ist es nur eine Frage der Zeit, bis man ein Gegentor bekommt", warnt Penna.