Die SpVgg Jahn Forchheim und Günter Kraus waren für viele Jahre unzertrennlich. Mehr als eine Dekade lang schnürte der Dormitzer seine Stiefel für den heutigen Bayernligisten und war nach seinem Karriereende bei der ersten Mannschaft als Aktiver in der Reserve sowie als Coach im Verein aktiv. Der heute 62-Jährige trainierte erst die A-, dann die B-Junioren sowie im weiteren Verlauf auch die Reserve und die erste Mannschaft, mit der Kraus im Jahr 1994 den lang ersehnten Sprung in die Bayernliga packte. Kurz darauf verließ der Abwehrspieler mit dem ihn damals charakterisierenden Oberlippenbart den Klub und heuerte bei diversen Vereinen in der Umgebung an. Als Lehrer an der Berufsfachschule für Kinderpflege ist Kraus der Stadt aber bis heute treu geblieben.

Wer hat Sie angespielt?

Günter Kraus: Mich hat Wolfgang Schmitt nominiert, wir kennen uns bereits seit Kindertagen aus Dormitz und haben dort lange Zeit zusammen gespielt.

Ihre Vereinslaufbahnen, ob auf oder neben dem Platz, sind beendet. Treiben Sie trotzdem noch aktiv Sport?

Wenn der Körper und besonders die Knie es zulassen, spiele ich Basketball und Volleyball. Aktuell ist das aufgrund meiner Arthrose zwar nur eingeschränkt möglich, aber ich versuche es so oft wie möglich. Darüber hinaus bin ich seit vielen Jahren Teilnehmer des Quattroball-Turniers in Forchheim, unsere Mannschaft besteht aus ehemaligen Fußballern und hat eine erfolgreiche Geschichte. Im Moment wachsen bereits Kinder in dieses Team hinein, das macht natürlich viel Spaß.

Welche Verbindung haben Sie heute noch zu ihrem langjährigen Verein Jahn Forchheim?

Ich beobachte die Entwicklung natürlich intensiv und besuche gelegentlich die Heimspiele in der Bayernliga. Trainer Christian Springer ist ein ehemaliger Spieler von mir, ich treffe ihn hin und wieder, wir haben auch einen gemeinsamen Freundeskreis. So bin ich meistens gut informiert, was im und um den Verein herum geschieht. Der Jahn steht mir natürlich sehr nahe, ich habe dort den Großteil meiner Laufbahn verbracht.

Mit drei Siegen aus den vergangenen vier Partien stellte der Jahn den Kontakt zum rettenden Ufer her. Wie sehen Sie die sportliche Entwicklung der Springer-Elf?

Es hat sich gezeigt, dass der Aderlass in der Sommerpause nur schwer zu verkraften war und das Team eine Weile brauchte, um sich zu stabilisieren. Trotz der namhaften Abgänge sieht man jedoch von Woche zu Woche den Fortschritt. Diese positive Entwicklung stimmt mich optimistisch. Die Mannschaft hat zuletzt wichtige Siege gefeiert und sich dadurch ein wenig befreien können. Es ist zu erkennen, dass sich eine gewisse Basis in Bezug auf die Leistung entwickelt. Zu Saisonbeginn fehlte es an Leitwölfen, die den Takt vorgeben und die jungen Spieler führen, mittlerweile wächst der eine oder andere Akteur in diese Aufgabe hinein. Daher bin ich davon überzeugt, dass der Klassenerhalt gelingen und Forchheim der Bayernliga erhalten bleiben wird.

An wen spielen Sie weiter?

Ich würde gerne Robert Hemmerlein nominieren, er kommt wie ich aus dem Fußball, wir kennen uns schon sehr lange. Robert ist Teil unserer Quattroball-Mannschaft, mit der wir im Übrigen auf dem ersten Platz der ewigen Turnierrangliste liegen.

Steilpass-Regeln: Das Spielfeld bilden die Landkreise Erlangen-Höchstadt und Forchheim. Verboten sind Kurzpässe, also Zuspiele innerhalb des eigenen Vereins, und Rückpässe zu bereits angespielten Aktiven.