Zwar geht es zwischen Veitsbronn und Baiersdorf am Samstag um 14 Uhr darum, wer den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze behält, es ist zweifellos eine wegweisende Partie. So etwas wie Vorfreude kommt bei Baiersdorf aber nicht auf. Der Grund: Kapitän Frank Ortloff hat sich in Röslau (0:0) ohne gegnerische Einwirkung die Achillessehne gerissen, der 29-Jährige steht vor dem Karriereende. "Ich habe einen Schlag gegen die Wade verspürt und dachte, es sei ein Foul. Dann habe ich natürlich geschrien und bin hingefallen", beschreibt Ortloff die Szene aus der 68. Minute, die zu seiner schweren Verletzung führte. "Aber dann habe ich mich umgedreht und es war kein Gegenspieler da." Im Krankenhaus bestätigte sich schließlich die Vermutung: Die Achillessehne ist durch. Ob der Mittelfeld-Antreiber nach einer halbjährigen Pause wieder auf den Platz zurückkehrt, ist äußerst fraglich: "Ich weiß natürlich nicht, ob es mich nach dem halben Jahr dann wieder juckt, aber ich denke, das war es mit dem Fußball."

Nun geht es für Baiersdorf also nach Veitsbronn, keine leichte Reise. Seit sieben Spielen warten die Krenkicker auf einen Sieg. "Die Bilanz ist wirklich vernichtend", sagt Ortloff, der vor allem die Unerfahrenheit des Teams als Hauptursache anführt. Bezeichnend vielleicht, dass die Mannschaft mit dem Kapitän knapp 20 Punkte holte, seitdem er aus beruflichen Gründen nicht so oft dabei war, aber nicht mehr viele Zähler dazukamen. Klar ist: Auf ihren Antreiber kann die junge BSV-Elf in dieser Saison nicht mehr hoffen. BB/red