Gut gespielt, aber unterm Strich nichts erreicht. Bis zur 55. Minute roch es in der Realschulhalle nach einer kleinen Handballsensation. Da hatte Philipp Opitz vom HC Forchheim den umjubelten Ausgleich zum 27:27 erzielt. Der Tabellendritte der Landesliga aus Lauf war angezählt, fiel jedoch nicht. In den etwas hektischen Schlussminuten behielten die Gäste kühlen Kopf und sicherten sich beide Punkte. Die Hausherren verpassten einen Punkt im Abstiegskampf.

Diesen haben die HC-Frauen in der Bezirksoberliga erfolgreich beendet. Die Mannschaft von Trainer Thomas Ihrke setzte sich in Neunburg vorm Wald überraschend deutlich durch und ist alle Sorgen los. Ein Sieg mit zwei Toren Unterschied hätte den Gästen bereits gereicht. Auch der Nachwuchs hat schon wieder Grund zur Freude. Eine Woche nach dem Gewinn der Meisterschaft in der BOL gewannen die D-Juniorinnen auch den Vergleich mit den besten Handballteams aus Franken.


Männer, Landesliga Nord: HC Forchheim - HSG Lauf/Heroldsberg 27:31

Das Spiel begann, wie es die Papierform erwarten ließ. Die HSG lag nach drei Minuten mit 3:0 in Führung. Aber genau so schnell glichen die Forchheimer aus. Der tabellarische Unterschied zwischen Aufstiegsaspirant und potenziellem Absteiger spiegelte sich fortan nicht wider. Die Gäste waren zwar immer knapp vorne, aber die "Flippers" blieben in Schlagdistanz. Daran änderte sich bis zur Pause nichts (14:16).

Wer dachte, in der zweiten Halbzeit würde der Favorit aus dem Nürnberger Land aufdrehen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Der HC erhöhte den Druck und glich mehrmals aus. Allein die Führung wollte nicht gelingen. Trotz der ansprechenden Leistung waren es immer wieder kleine Aussetzer der Hausherren, die den Laufern in die Karten spielten. Technische Fehler, unbedrängte Fehlpässe und überhastete Abschlüsse verhinderten, dass das Spiel zugunsten der Gastgeber kippte.

Dies zog sich wie ein roter Faden durch die komplette Partie, zeigte sich aber besonders in den letzten fünf Minuten. Da fehlte es der jungen Mannschaft einfach an Cleverness und Erfahrung, der alte Hase und Kapitän Christian Fürch scheiterte zudem nach vier erfolgreichen Versuchen mit seinem fünften Siebenmeter-Wurf am Torwart, so dass die Gäste mit recht einfachen Toren ihren etwas glücklichen Auswärtssieg bejubeln durften.

So standen die "Flippers" trotz der ansprechenden Leistung mit leeren Händen da. "Die Formkurve stimmt trotz der Niederlage. Schade, dass sich die Jungs heute nicht belohnt haben. Aber auf dieser Leistung gilt es nächsten Samstag gegen Auerbach aufzubauen", lautete das Fazit von Trainer Gieck mit Blick auf das Duell mit dem Tabellenneunten. Die Chancen für einen Forchheimer Heimsieg stehen nicht schlecht, wenn der HC erneut so auftritt.
HC: Matthias Müller, Clemens Rein; - Fabian Neumann, Julius Sitzmann, Andi Mückusch (1), Christian Regelmann (1), Colm Thiel, Tobias Hallmann (1), Felix Engel (1), Tobias Radina (2), Stefan Bauer (10), Joachim Kist (2), Philipp Opitz (5), Christian Fürch (4/4)


Frauen, Bezirksoberliga Ostbayern: FC Neunburg vorm Wald - HC Forchheim 14:28

Die Devise war klar: Die Fehler, die man im Hinspiel gemacht hatte, durften nicht wieder auftreten. Außerdem wollten sich die Gäste auf eine stabile Abwehr stützen und dadurch ein konsequentes Tempospiel aufziehen. Forchheim gelang ein guter Start, mit einem Fünf-Tore-Lauf verschaffte sich der HC schnell etwas Luft. Somit sah sich der Heimcoach schon nach sieben Minuten gezwungen, die Auszeit zu zücken und seine Mannschaft wachzurütteln.

Doch die "Flippers" ließen nicht locker und setzten sich Tor für Tor ab. Neunburg gelang erst in der 25. Minute der zweiten Treffer (2:12), denn die "Wäldler" ließen im gebundenen Angriff und vor allem in den Gegenstößen einige Chancen ungenutzt. Die HC-Abwehr ackerte in der ersten Halbzeit unermüdlich und zwang den Gegner zu Fehlern. Somit ging die Ihrke-Sieben mit einem Pausenstand von 15:4 in die Kabine.

In der zweiten Hälfte wollten die Gäste weiter so konsequent in der Abwehr verteidigen, aber ihre Tormöglichkeiten noch besser nutzen. Allerdings gelang den Gastgeberinnen mit zwei Treffern der bessere Start. In den folgenden Minuten boten sich die Mannschaften ein bissiges Angriffspiel. Die Oberfranken mussten um jeden Treffer kämpfen. Das schnelle Spiel über die zweite Welle und über die Gegenstöße der Außenspielerinnen trug dazu bei, dass sie den Abstand zwischenzeitlich auf 14 Tore ausbauten (10:24). Danach betrieb Neunburg noch etwas Ergebniskosmetik, im Endstand spiegelte sich dennoch Forchheims Überlegenheit wider. Eine Saison, die schlecht begonnen hatte, war somit gerettet.
HC: Heid, Siebenhaar - Gareis, H. Nemeth (3), T. Nemeth (2), Sauer (5/4), Gößwein (1), Heilmann (3), Molls (6/3), Schmitt (3), Hoffmann (1), Irnstorfer (1), Kohnen (3)


D-Mädchen sind Nordcup-Sieger

Die weibliche D-Jugend ist Sieger des "Nordcups 2018". In Spielen gegen die jeweils besten Mannschaften aus Ober-, Mittel- und Unterfranken setzten sich die Forchheimerinnen, die als Sieger der Bezirksoberliga Ostbayern ins Rennen gegangen waren, klar durch. Zu Beginn herrschte große Nervosität, schließlich traf der HC auf Mannschaften, die in ihren Ligen ähnlich überlegen waren.

Die Mädchen fanden jedoch schnell über den Kampf ins Spiel und behaupteten sich souverän gegen die HSG Kernfranken (Mittelfranken, 13:5), den TV Helmbrechts (Oberfranken, 17:6) und die DJK Rimpar (Unterfranken, 16:9). Aus der engagiert und beherzt auftretenden Mannschaft ragte Emma Bastian mit vielen Toren aus dem Tempogegenstoß und der zweiten Welle heraus.