Von Ebermannstadt aus fliegt der Steilpass weiter in die Fränkische Schweiz zu Christian Schüpferling von der SpVgg Dürrbrunn/Unterleinleiter. Nach einem langen Abstiegskampf mit glücklichem Ende in der abgelaufenen Saison, backt der 30-jährige Mittelfeldspieler kleine Brötchen, hofft auf einen gesicherten Platz in der Tabellenmitte und darauf, dass die Langzeitverletzten ins Team zurückkehren.

Wer hat Sie angespielt?
Schüpferling: Lars Storbeck. Ich kenne ihn schon, seit ich mit dem Fußballspielen angefangen habe. Wir haben auch einen gemeinsamen Stammtisch, bei dem ich auch einige andere Spieler aus meiner Zeit in Ebermannstadt immer wieder treffe. Der Lars ist ein absolut feiner Kerl. Fußballerisch wollte er eigentlich schon lange etwas kürzer treten, aber er kann halt nicht loslassen. Besonders jetzt - mit dem neuen Trainerduo und dem klaren Ziel Aufstieg vor Augen - hängt er sich wieder mächtig rein. Ich drück' ihm und dem TSV jedenfalls die Daumen.

Wie sieht Ihr Laufweg aus?
Ich hab ja erst relativ spät, in der C-Jugend mit dem Fußballspielen angefangen, beim TSV Ebermannstadt. Dort bin ich auch geblieben und hab es dann auch in die Herrenmannschaft geschafft. Erst 2005, als wir den Klassenerhalt in der Kreisliga nicht gepackt haben, bin ich dann nach Unterleinleiter gewechselt. Dort hatten wir Pech, als wir in einer Saison nur drei Partien nicht gewinnen konnten, und trotzdem nicht direkt aufgestiegen sind. Wir mussten dann in die Relegation, haben es dort aber auch nicht geschafft. Das war bitter. Aber wenig später haben wir es ja besser gemacht und sind doch in die Kreisklasse aufgestiegen. Die abgelaufene Saison ist leider nicht ganz optimal gelaufen. Wir mussten lange gegen den Abstieg spielen, haben es zum Glück aber letztendlich doch geschafft, in der Liga zu bleiben.

Was erwarten Sie von diesem Wochenende?
Wir haben ja erst vor einer Woche mit der Vorbereitung angefangen, deshalb also noch nicht allzu viel. Aber wir haben ja andererseits schon zwei Pokalspiele gewonnen, zuletzt am Mittwochabend mit 1:0 gegen Hallerndorf und stehen in der vierten Runde, in der wir am morgigen Sonntag den SC Neuses empfangen. Die Neuseser spielen in unserer Klasse, deshalb rechnen wir uns schon etwas aus. Noch eine Runde weiter zu kommen, wäre super.
Außerdem bestreiten wir ein Turnier in Gößweinstein. Wir sind, denke ich, mit den meisten Teams dort auf Augenhöhe. Mal sehen, wie wir abschneiden. An der Kondition wird es nicht mangeln, die ist ja noch von der vergangenen Saison da. Das ist aber auch das einzig Gute an der kurzen Sommerpause. Im Winter hätten wir noch drei Wochen länger spielen können, um uns jetzt etwas länger auszuruhen. Wir werden sehen, wie sich das auswirkt. Ich hoffe, dass wir heuer nichts mit dem Abstieg zu tun haben, dass unsere Langzeitverletzten zurückkehren und wir überhaupt vor größeren Verletzungen verschont bleiben.

An wen passen Sie weiter?
Ich möchte Jörg Rösch, den Trainer des FC Wichsenstein, anspielen. Ich hab mit ihm zusammen beim TSV Ebermannstadt gekickt, bis wir beide 2005 zu unseren jetzigen Vereinen gewechselt sind. Er ist ein super Typ mit dem man viel Spaß haben kann. Er ist gerade zum dritten Mal Vater einer Tochter geworden. Dazu möchte ich ihm und seiner Familie gratulieren und wünsche alles Gute.