Leichtathletik

Keine Abschnitte zum Erholen

Der neunte Gößweinsteiner Marktlauf stellte mit seiner Berg- und Tal-Strecke wieder eine Herausforderung für die Sportler dar. Der Lokalmatador Klaus Wießner siegte.
Und ab geht die Post zum Hauptlauf in Gößweinstein, links der Sieger Klaus Wießner (weiß-blaues Hemd), in der Mitte Dominik Haselmeier (schwarz-grüne Hose), rechts (Nr. 65) Cosima Gundermann, die im Hauptfeld mitlief und den Schülerlauf gewann. Fotos: Thomas Weichert
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Eine Rekordbeteiligung von über 70 Startern verzeichnete der 9. Marktlauf in Gößweinstein, den die Lauffreunde des SV Gößweinstein mit großem Erfolg veranstalteten. Da der Vorjahressieger Sascha Burkhardt und auch der weitere Spitzenläufer Markus Held verletzungsbedingt pausierten, war Lokalmatador Klaus Wießner aus Pegnitz, der für die Lauffreunde Gößweinstein startete, der Top-Favorit. Der 45-Jährige gewann auch den Hauptlauf mit einer Zeit von 19:30 Minuten.
Zweiter wurde Matthias Loch mit 20:54 und Dritter Otto Dippold aus Hollfeld mit genau 22 Minuten. Lokalmatador Dominik Haselmeier, der stellvertretend für seinen Vater Ferdinand angetreten war, kam mit 23:05 auf Platz 6 nach Markus Söllner (23:00) aus Waischenfeld und einem weiteren Otto Dippold (22:27) aus Elbersberg.

Strecke leicht zu unterschätzen


Angefeuert wurden die Läufer bei optimalem Laufwetter von vielen Zuschauern am Straßenrand. Der weitere Lokalmatador Klaus Hübner, der mit 24:05 Minuten auf Platz 11 kam und vorher nicht trainierte, sagte, dass die vier Runden der 5600 Meter langen Stecke sehr viel Kraft kosteten. So manche überschätzen nach seiner Meinung die ersten zwei Runden, bei denen sie voll durchlaufen. Danach fehlt manchen die Kondition für die weiteren zwei Runden. Hübner lobte die Lauffreunde: "Sie haben den Lauf wieder ganz toll gestaltet."
Für den Sieger Klaus Wießner ist die Strecke jedes Jahr eine ganz besondere Herausforderung: "Denn sie ist schwierig, weil es keine Passage bei der Berg- und Talstrecke gibt, in der man sich auf der Geraden etwas erholen kann." Wießner ist schon zum achtenmal dabei und gewann den Lauf zum fünftenmal. Pausiert hat diesmal auch der Gößweinsteiner Läufer Dr. Johannes Schön, der sich aber über viele Teilnehmer freute. Nicht dabei war diesmal auch Ferdinand Haselmeier, ebenfalls verletzungsbedingt. "Es ist das Schlimmste, wenn ein Läufer zusehen muss", so Haselmeier im Interview mit Franz-Xaver Bauer von der Tourismuszentrale, der den Marktlauf souverän und humorvoll kommentierte. Haselmeier war schon Teilnehmer an über 40 Marathonläufen, nun trat sein Sohn Dominik mit einem beachtlichen sechsten Platz in seine Fußstapfen. Wie Bauer sagte, seit der Marktlauf für Gößweinstein nicht mehr wegzudenken und obendrein auch ein Anreiz für Kinder zu laufen. Gleich zwei Bambini-Gruppen verschiedener Altersklassen starteten heuer erstmals. Bei den Kindern bis sieben Jahren siegte Charlotte Gundermann von der LG Forchheim. Sie legte die 600 Meter lange Strecke in zwei 2:39 Minuten zurück. Julian Nögel vom SV Gößweinstein wurde Zweiter (2:40), Nikolaus Grün, ebenfalls vom SV Gößweinstein, Dritter (2:48). In dieser Gruppe starteten 24 Kinder.

Schnelle Schüler


Bei den Kindern bis zwölf Jahren siegte Cosima Gundermann von der LG Forchheim auf der 1400 Meter langen Strecke mit 5:23, gefolgt von Philipp Hölzel aus Ebermannstadt (5:24) und Clemens Gundermann (Forchheim, 5:24). Zwölf Kinder gingen hier an den Start, den jeweils Bürgermeister Georg Lang freigab.
Beste Frau auf der 5600-Meter-Strecke war Kerstin Heumann mit 24:15 Minuten, gefolgt von Angelika Müller (24:23) und Nachwuchsläuferin Cosima Gundermann (24:34). Die Preise und Siegerurkunden überreichten Bauer und Schön zusammen mit Heinrich Müller und Jürgen Längenfelder von den ortsansässigen Kreditinstituten.
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