Gefeiert wurde am Samstagabend der Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisliga und der ersten in die Bayernliga.
"Erfolg macht scheinbar einsam", sagte der sichtlich enttäuschte Vorsitzende Gunter Bierfelder, im Rahmen seiner Ansprache, "ich persönlich werde mir auch keine Mühe mehr machen, Vereine zu besuchen, die auch nicht auf unserer Feier waren." Im Vorfeld habe man alle Fußballvereine im Landkreis angeschrieben und eingeladen. Lediglich die SpVgg Reuth als Patenverein und der SV Moggast folgten mit Abordnungen der Einladung. Alle anderen Vereine glänzten durch Abwesenheit.
Von diesem Desinteresse ließen sich aber die Jahn-Verantwortlichen und Spieler nicht ablenken, sondern begingen ihre Feier gebührend. Es sei 2000 der richtige Schritt gewesen, sich von der Bayernliga in die Kreisklasse zurückzuziehen, resümierte Bierfelder: "Wenn wir damals nicht freiwillig abgestiegen wären, dann würde es den Verein heute nicht mehr geben." Man habe sich über die letzten Jahre hinweg immer weiter nach oben gearbeitet. Jetzt ist der Jahn die höchstklassige Mannschaft des Landkreises Forchheim.
Übernimmt sich der Verein nicht mit den Gehältern für die jetzigen Bayernliga-Akteure? Die aktuelle Bayernligamannschaft koste nur noch einen Bruchteil von dem, was damals gezahlt worden sei, so Bierfelder.
Die Arbeit von Christian Springer und Uwe Schüttinger trage laut Vorstandsvorsitzendem Früchte. "Wir setzen nun auf junge, hungrige Spieler aus dem Landkreis", erläuterte Bierfelder das Konzept. Ziel sei es, dass sich die erste Mannschaft in der Bayernliga etabliere. Die zweite Mannschaft soll das Sprungbrett zur Bayernliga sein. Natürlich habe das Konzept nur Sinn, wenn man eine gute Jugendarbeit betreibe.Der Jahn sei hier auf einem guten Weg, so Bierfelder. In der letzten Saison habe der Verein mit Ausnahme einer A-Jugend in jeder Altersklasse durchgängig eine Jugendmannschaft stellen können.
"Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir uns dazu entschlossen, höherklassigen Fußball zu bieten", sagte Bierfelder. Dazu brauche es auch vernünftige Liegenschaften. Wie es mit dem Jahn-Gelände bisherigen Liegenschaften der SpVgg Jahn Forchheim weiterginge, sei nach wie offen, berichtete Bierfelder.

Springer ehrt das Meisterteam


Vorstandsmitglied Christian Springer gab einen kurzen Saisonrückblick, verabschiedete diejenigen Spieler, die den Verein verlassen, und ehrte die Spieler der Meistermannschaft. Spielgruppenleiter Thomas Beetz gratulierte im Namen des Bayerischen Fußballverbandes zum Aufstieg. Bürgermeister Franz Streit (CSU) sagte, die Stadt Forchheim sei ehr stolz auf das sportliches Aushängeschild. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Probleme mit dem Vereinsgelände und der Halle sich bald lösen würden. "Es gibt immer noch genügend Leute im Stadtrat, die Jahn-Blut in den Adern haben", sagte Streit. Grußworte sprachen auch der Stellvertretende Landrat Georg Lang (CSU) und der Landtagsabgeordnete Eduard Nöth (CSU).