Der späte Doppelschlag von Josef Rodler (86.) und Ralph Egeter (89.) vermieste dem Jahn das Osterfest gehörig. Weiden dagegen blieb auch im 13. Spiel in Folge ohne Niederlage.

SpVgg Weiden - SpVgg Jahn Forchheim 2:1
"Mir fehlen einfach die Worte, so grausam kann Fußball sein. Wir haben 90 Minuten gekämpft und keinen großen Unterschied zum Weidener Spitzenteam offenbart. Aber am Ende gehen wir als Verlierer vom Platz - unglaublich", so ein enttäuschter Trainer Michael Hutzler. Sein Gegenüber Tomoas Galasek sah es nach Spielende ganz ähnlich: "Am Ende war ich der glücklichere Trainer, aber mit dem Spiel überhaupt nicht zufrieden", erklärte der Weidener Coach in der Pressekonferenz.

Forchheim veränderte sein Team im Vergleich zur 2:6-Schlappe gegen Eintracht Bamberg gleich auf drei Positionen und brachte Bastian Leikam, Adem Selmani und Tim Basener von Beginn an.
Beide Abwehrreihen standen zunächst sicher. Die erste zu erwähnende Möglichkeit leitete Michael Riester ein, der auf Klaus Rodler passte und dieser knapp im Strafraum (5.) den Ball verpasste. Forchheim zeigte im weiteren Verlauf immer wieder schöne Spielzügen, wogegen Weiden es immer wieder mit langen Bällen probierte. Einer der wenigen Weitschüsse kam von Stefan Graf, der aus 35 Metern sein Glück versuchte und links am Pfosten vorbeizog (24.).
Nach dem Seitenwechsel bot sich am Anfang das gleiche Bild, doch hatte Forchheim diesmal mehr Spielanteile. So passte Basener aus spitzem Winkel nach innen, Keeper Forster klärte gerade noch zur Ecke. Der Jahn brachte in der 68. Minute dann Sven Becker für den verletzten Bastian Leikam. Der Wechsel war gerade vollzogen, als Heckenberger einen entscheidenden Fehler im Mittelfeld beging. Senad Bajric fischte sich die Kugel und gab der Weidener Defensive das Nachsehen. Auch der heraus geeilte Forster war chancenlos, der Jahn führte mit 1:0 (70.) - und war auf dem besten Weg zu drei Punkten.

Die SpVgg Weiden wurde nun noch hektischer. Erst langsam erholten sich die Gastgeber von diesem Schock. Heckenberger machte seinen Fehler wieder gut, als seine Ecke bei Florian Reich landete und dieser Rodler fand, der das 1:1 markierte (86.). "Danach haben meine Spieler das notwendige Selbstbewusstsein bekommen, oben stehende Mannschaften ziehen dann solche Spiele auf ihre Seite", sagte Galasek. Und er sollte Recht behalten. Der Siegtreffer fiel erneut durch eine Standardsituation: Dieses Mal spielte Lukas Hudec das Leder in den Forchheimer Strafraum. Seine Flanke verlängerte Kapitän Thomas Wildenauer per Kopf auf den heranstürmenden Egeter - und dieser traf in der Schlussminute zum 2:1-Sieg (90.). red