Im letzten Spiel der Hinrunde setzten sich die Bezirksoberliga-Handballer der HC Forchheim bei der dritten Garde des HC Erlangen durch. Diese war gespickt mit Akteuren aus der Bayernliga-A-Jugend, was zeigte, dass die Hugenottenstädter alles daran setzen wollen, die Klasse zu halten. Und tatsächlich ließen sich die Forchheimer von den Jungsspunden beeindrucken und wurden erst nach einer deftigen Halbzeitansprache - zumindest für einige Minuten - ihrer Favoritenrolle gerecht. Und das reichte.


HC Erlangen III - HC Forchheim 26:29

Das Spiel begann aus Forchheimer Sicht wie die Partie vor Wochenfrist gegen Nabburg. Relativ schnell lagen die Erlanger mit 3:0 in Führung. Grund dafür war, dass die Gäste sehr unkonzentriert im Angriff starteten und mit ungeahnten technischen Fehlern den Gegner zum Torewerfen einlud. "Wir haben genauso begonnen, wie das Aufwärmen gelaufen ist, unkonzentriert und schlafwagenmäßig" ärgerte Dirk Samel nach dem Spiel. Einige taktische Wechsel danach brachten etwas Besserung. Beim Stand von 5:5 erzielten die Gäste erstmalig einen Gleichstand. Bis zur Halbzeit bot sich nun immer das gleiche Bild. Ein Tor der Erlanger wurde mit einem Treffer der Forchheimer beantwortet. Eine Führung der HCFler allerdings gab es in der ersten Halbzeit nicht mehr zu sehen. Beim Spielstand von 12:12 ging es in die Kabinen.


6:0-Lauf bringt die Entscheidung

Die deutlichen Worte zur Halbzeit schienen zumindest kurzfristig zu fruchten. Mit dem ersten Angriff gingen die Erlanger zum letzten Mal in Führung. In der HCF-Abwehr wurde nun konsequenter und beweglicher gedeckt und vorne zielstrebiger und konzentrierter agiert. Der Lohn dafür war ein 6:0-Lauf und die damit verbundene 18:13-Führung der Gäste. Hierdurch sah sich der Erlanger Trainer Matthias Bracher genötigt, eine Auszeit zu nehmen.

Diese erreichte zumindest kurzzeitig ihre Wirkung und brachte die Erlanger wieder auf drei Tore heran. Ab Mitte der zweiten Halbzeit agierten die Gastgeber fast durchgängig mit einem siebten Feldspieler auf Kosten des eigenen Torhüters. Bis zur 55. Minute sah trotzdem alles nach einem beruhigenden Vorsprung für die Forchheimer aus. Unerklärlich aber, dass der Gast noch einmal in Hektik verfiel und dem Gegner beim Stande von 26:27 die Chance auf zu mindestens einen Punkt ermöglichte. Dieses 26. Tor sollte aber das letzte für Erlangen gewesen sein. Auch eine offensive Manndeckung brachte nichts mehr ein, sodass am Ende ein 26:29 auf der Anzeigentafel stand.

"Am Ende zählt nur der Sieg. Durch die Ergebnisse der anderen Spiele haben wir wieder die Tabellenführung übernommen. Natürlich sind wir mit unserem Spiel nicht zufrieden. Die nächste Woche werden wir nun intensiv nutzen, um unser Spiel wieder auf das Niveau vom Dezember zu bekommen. Der inoffizielle Titel Herbstmeister ist nett, kaufen können wir uns dafür aber nichts. Jetzt gilt es erstmal, die beiden kommenden Auswärtsspiele in Sulzbach und Herzogenaurach erfolgreich zu gestalten. Danach schauen wir mal weiter", sagte Dirk Samel in einem kurzen Fazit zur Hinrunde. In der Tat ist eine deutliche Leistungssteigerung erforderlich, um die Tabellenführung erfolgreich zu verteidigen.

HC Forchheim: Müller, Wiebe - Schindler (2), Mückusch (1/1) , Sekolec (9), Kiesel (1), Neumann (1), Ochs (2), Bauer (5), Regelmann (4), Engel (2), Fürch (1), Hallmann (1/1), Epp