Das befürchtete Querfeuer gegen Max Habermann blieb aus. Der Kreisspielleiter entschuldigte sich unaufgefordert bei den Vertretern der Kreisliga 1 und 2 dafür, dass er in den vergangenen Monaten schlecht erreichbar war; die Anwesenden schienen das zu akzeptieren. "Das wird wieder besser, wenn ich gesundheitlich fit bin", versprach Habermann bei der Wintertagung der Kreisligen des Fußball-Spielkreises Erlangen-Pegnitzgrund. Die Versammlung im bereits für den Weiberfasching geschmückten Saal des Burker Sportheims verlief weitgehend harmonisch.

Genauso wie fast die komplette erste Saisonhälfte. Nur an der Hallenrunde übte Habermann Kritik: "Bis auf die Endrunde war das eine Katastrophe. Das muss nächstes Jahr besser werden." Hintergrund sind die geringe Teilnehmerzahl sowie etliche Absagen und Nichtantretungen gemeldeter Teams.
Auch für die seit einigen Jahren im Turniermodus ausgetragene, Pokalrunde wünscht sich der Kreisspielleiter mehr Anklang. "Immerhin schenkt uns die deutsche Fußball-Liga original Bundesliga-Bälle", erwähnte er.

Gegen die vom bayerischen Fußball-Verband ab Bezirksebene verlangten Live-Ticker erhob Uwe Ditz das Wort. "Wen ein Spiel interessiert, der soll es vor Ort anschauen", forderte der Vorsitzende des SV Auerbach, der eine Einführung auch auf Kreisebene befürchtet.


Datenschutz für Unparteiische

Manfred Keilholz von der Pegnitz-Zeitung monierte, dass aus dem neu eingeführten elektronischen Spielberichtsbogen (ESP) nachträglich Fakten entfernt werden können, was bei der Partie zwischen Burk und Tennenlohe mit dem Löschen der Schiedsrichter-Namen passiert sei. Und Paul Bruckmann, Spielleiter des TSV Lonnerstadt, beklagte eine sechswöchige Sperre seines Spielers, ohne dass der Verein in Form einer Meldung informiert worden sei.

Kreis-Schiedsrichterobmann Stefan Stadelmann begründete Ersteres mit dem Datenschutz angesichts vereinzelter Gewaltakte gegen Unparteiische. In Sachen Sportgerichtsurteil appellierte er an die Vereinsvertreter, selbst aktiv zu werden, wenn nach zwei Tagen keine Meldung eingegangen sei. Und um Überreaktionen sowohl von Seiten der Fußballer als auch der Schiedsrichter zu vermeiden, riet Stadelmann abschließend: "Wirkt auf eure Trainer und Spieler ein, erst nach dem Duschen mit den Schiedsrichtern zu sprechen."

Gelächter vom Podium und aus den Sitzreihen erntete die mögliche Absetzung des vorletzten Spieltags (7. Juni) wegen der Fußballiade in Landshut an diesem Wochenende.