Großer Empfang in Heroldsberg für den zweifachen Deutschen Meister und Deutschen Vizemeister mit dem Kleinkalibergewehr, Sandro Schrüfer. Der 17-jährige Elektronikerlehrling und Sohn des Waischenfelder Schützenmeisters Reinhard Schrüfer, konnte nach seinem Erfolg im letzten Jahr, als er ebenfalls Deutscher Meister in der Jugendklasse wurde, seine Siegesserie fortsetzen und sogar noch ausbauen. In der Juniorenklasse wurde er nun unter 70 qualifizierten Jungschützen aus ganz Deutschland auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück bei München mit seiner Mannschaft in den Disziplinen "Dreimal 20 Schuss" und "Dreimal 40 Schuss" mit dem Kleinkalibergewehr zweimal Deutscher Meister mit 577 Ringen und 1139 Ringen. In der Einzelwertung wurde er außerdem mit 577 Ringen noch zusätzlich Deutscher Vizemeister.

Für die Stadt Waischenfeld gratulierte ihm Zweiter Bürgermeister Paul Linder, der von einem großartigem Erfolg sprach. Für die Stadt Waischenfeld sei ein Deutscher Meister immer ein Aushängeschild. Für Schrüfers Heimatschützengesellschaft Waischenfeld gratulierte Horst Schmitt.

Zuvor wurde Schrüfer auch wiederholt Bayerischer Meister und bei den Bezirksmeisterschaften natürlich auch wieder Bezirksmeister im Luftgewehrschießen mit einem Bezirksmeisterrekord von 399 von 400 möglichen Ringen. Inzwischen schießt Schrüfer im Bayernkader und der deutschen Nationalmannschaft mit und hat auch schon internationale Wettkämpfe bestritten. Er schießt in einer Mannschaft mit George Moldoveanu, dem Olympiasieger von London 2012.

Und heuer gewann er auch seinen ersten Wettkampf mit dem KK-Gewehr in Berlin. Er startete auch schon bei vielen internationalen Wettkämpfen - wie in Salzburg, München, Hannover oder Meran in Südtirol. Sein großes Ziel ist nun die Teilnahme an der Juniorenolympiade, die nächstes Jahr in China stattfindet.

Schrüfers Erfolg kommt nicht von ungefähr. Durch seine Eltern kam er zum Schießsport, genau wie seine Schwester Selina, die sich auch dieses Jahr wieder für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hatte und ebenfalls schon Bayerische Meisterin und Deutsche Vizemeisterin wurde. Sein erster Trainer Manfred Bayer vom Fuchshof, der ihn aufgebaut hat, war auch zur Siegesfeier gekommen. Ohne Manfred Bayer hätte Schrüfer heute nicht diese großen Erfolge. "Dazu gehört Disziplin, Durchhaltevermögen, eine ruhige Hand, ein klarer Kopf und jeder Schuss muss einzeln aufgebaut werden", sagt Schrüfer. Denn für eine deutsche Meisterschaft gibt es kein Preisgeld, nur eine Plakette. Und auch keine Sponsoren. So investieren er und seine Eltern selbst viel Geld und unwahrscheinlich viel Zeit, damit dies überhaupt möglich wird. "Mein Ziel ist es immer, vorn mit dabei zu sein, deshalb macht es mir auch Spaß", betont der 17-Jährige.

Und das Schöne am Schießsport ist für ihn, dass man da hauptsächlich ganz normale Leute trifft, die nicht abgehoben sind. Zwei- bis dreimal in der Woche trainiert Schrüfer an den Schießständen in Effeltrich, Strullendorf oder Waischenfeld und fährt daneben noch regelmäßig zu Trainingslehrgängen nach München.

Für den Schützenverein Bavaria Effeltrich bestreitet er zudem die Rundenwettkämpfe in der Bayernliga in vorderster Position, beim letzten Heimkampf in Effeltrich gegen die SG Coburg gewann er den Spitzenkampf mit 398 von 400 möglichen Ringen. Bei dem Ganzen darf natürlich auch seine Ausbildung als Elektroniker nicht zu kurz kommen. Ohne Unterstützung und die Freistellungen für die Lehrgänge und die Wettkämpfe durch seinen Arbeitgeber wäre es für Schrüfer aber auch nicht möglich, diesen Spitzensport zu betreiben. Für etwas anderes als für seine Ausbildung und den Schießsport hat er aber auch kaum noch Zeit.