Der Donnerstagabend hat zumindest in der Basketball-Bundesliga bewiesen, dass kein Team unbesiegbar ist. Spitzenreiter FC Bayern München konnte sich die erste Saisonpleite gegen Oldenburg allerdings locker leisten. Im Handball-Oberhaus hat die SG Flensburg-Handewitt dagegen "nur" vier Punkte Vorsprung auf Verfolger Kiel. Unabhängig davon steht für den HC Erlangen am Sonntag um 16 Uhr beim ungeschlagenen Tabellenführer und amtierenden deutschen Meister ein schweres Auswärtsspiel auf dem Programm.

SG Flensburg - HC Erlangen

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Die Gastgeber aus dem hohen Norden sind aktuell das Maß der Dinge. Mit 40:0 Punkten rangiert das Team von Trainer Maik Machulla ganz oben und zog zudem am Mittwoch mit einem Sieg gegen Celje ins Achtelfinale der Champions League ein. HCE-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson tritt die Reise nach Flensburg dennoch mit viel Mut im Gepäck an: "Über die Qualitäten der Flensburger bedarf es nicht vieler Worte. Wir wissen, was auf uns zu kommt, und sind auf das Spiel gut vorbereitet. Dass es schwer werden wird, steht außer Frage. Wir reisen alle hochmotiviert in den Norden und müssen über 60 Minuten lang konzentriert spielen, um die Chance zu haben, gegen die SG etwas Zählbares mit nach Franken zu nehmen."

Ab Anpfiff sind alle Profis

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Wie stark die Hausherren sind, zeigt die Tatsache, dass die SG bei der Weltmeisterschaft im Januar gleich elf Teilnehmer stellte. Mit Rasmus Lauge Schmidt, Lasse Svan, Anders Zachariassen und Simon Hald Jensen trifft Erlangen sogar auf vier dänische Weltmeister. Der Norweger im Trikot der Mittelfranken, Petter Overby, darf sich außerdem auf ein Wiedersehen mit seinen Nationalmannschaftskollegen und Silbermedaillen-Gewinnern Magnus Jondal, Goran Johannessen, Magnus Rod und Torbjorn Bergerud freuen. "Natürlich ist es schön, meine Teamkollegen aus der Nationalmannschaft wieder zu sehen, aber wenn der Schiedsrichter das Spiel anpfeift, sind wir alle Profis und dann liegt der Fokus nur noch auf dem Spiel", sagt der Abwehrchef des HCE.

Das Hinspiel blieb den Erlangern als Handball-Krimi in Erinnerung: Im Oktober bot der HC dem Meister zu Hause in Nürnberg über die gesamte Spieldauer Paroli und verlor nur knapp mit 26:27.