Die beeindruckende Serie von 13 Siegen in Folge ist damit gerissen. Die Mittelfranken bleiben jedoch souveräner Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga.


HSC 2000 Coburg - HC Erlangen 24:20

Alles war angerichtet in der Huk-Arena, als der HC Erlangen das Spielfeld betrat. Über 500 Mittelfranken hatten am Sonntagnachmittag den Weg nach Oberfranken gefunden und bereiteten ihrer Mannschaft einen Empfang, der in dieser Liga einzigartig ist. Auch das erste Tor der Partie konnte der Spitzenreiter erzielen, ehe sich in der ersten Phase des Spiels das erwartet emotionale, heiß umkämpfte Derby entwickelte.

Der HC Erlangen agierte aus einer stabilen Abwehr heraus und kam in der Mitte der ersten Halbzeit zu einfachen Toren, da Mario Huhnstock wieder einmal über sich hinauswuchs.
Eine Vier-Tore-Führung fünf Minuten vor der Pause konnte der HCE nicht verteidigen und so gingen die Kontrahenten mit einem engen 12:11-Halbzeitstand in die Katakomben der Arena.

Nach der Pause änderte sich nicht viel. Auf beiden Seiten trieben sich die Schlussmänner gegenseitig zu Höchstleistungen und es dauerte bis zur 45. Minute, ehe der Gastgeber aus Coburg das erste Mal in Führung ging. Angetrieben von zwei äußerst friedlichen Fangruppen, hatte der HSC in der Schlussphase die Nase vorne und gewann am Ende verdient mit 24:20.

"Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Meine Mannschaft hat heute defensiv sehr gut gearbeitet und konnte sich dadurch die Fehler in der Offensive leisten", sagte Coburgs Trainer Jan Gorr. Sein Gegnüber, Robert Andersson, räumte ein: "Mit der ersten Halbzeit kann ich durchaus zufrieden sein. Wir verpassen es bei einer Vier-Tore-Führung, noch ein, zwei Tore draufzulegen und vielleicht für eine kleine Vorentscheidung zu sorgen. In der zweiten Halbzeit machen wir keine einfachen Tore mehr und dann wird es schwierig hier in Coburg etwas mitzunehmen."

Schon am nächsten Samstag kann das Team um Kapitän Ole Rahmel die nächsten zwei wichtigen Punkte im Aufstiegsrennen einsammeln. Dann gastieren die Mittelfranken bei der HG Saarlouis.

HSC: Kulhanek, Krechel - Haglein (2), Wucherpfennig, Kelm, Gerlich (3), Kirchner, Vitek (2), Riha, Coßbau (3), Billek (5), Riehn, Harmandic, Lilienfelds (4), Kirveliavicius (5); HCE Stochl, Huhnstock - Theilinger (4), Link J., Preiß (1), Herbst, Nienhaus, Heß (1), Djozic (3/1), Bissel, Rahmel (4), Stranovsky, Rivesjö (1), Link N. (4), Thümmler (2);
Siebenmeter: 0/2 - 1/4; Strafzeiten: 3 (Hagelin, Riha, Coßbau) - 3 (Theilinger, Rivesjö, Link N.); Schiedsrichter: Andreas und Marcus Pritschow; Zus.: 3530