In Streitberg, wo am Bürgerhaus Start und Ziel war, gingen knapp 300 Fahrer aus Deutschland an den Start. Der anspruchsvolle, 65 Kilometer lange Lauf wird zur Internationalen Deutschen Enduro-Meisterschaft gewertet.
Bei Wüstenstein stießen zwei Maschinen zusammen, weil ein Fahrer, der am Rennen gar nicht teilnahm, unerlaubter Weise entgegen der Fahrtrichtung unterwegs war. Der reguläre Teilnehmer aus Ostdeutschland verletzte sich bei dem Zusammenprall am Handgelenk. Ansonsten blieb alles ruhig und die Rettungsdienste an der Strecke meldeten keinerlei weitere Unfälle.


Sonderprüfungen bei Seelig



Besonders bei den Sonderprüfungen - wie auf der Motocrossstrecke Seelig-Gösseldorf - kamen die Zuschauer auf ihre Kosten, da hier die Geländemaschinen geradezu durch die Luft flogen. Der Sportkommissar Horst Studtrucker vom MSC Aischgrund war als Beobachter und Schiedsrichter von der Organisation des MSC Fränkische Schweiz beeindruckt. "Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr bewundernswert, ebenso die Begeisterung der Zuschauer an der Strecke", sagte Studtrucker, "dass es keine Proteste gab, ist deutschlandweit schon einmalig". Für ihn wäre die Strecke auch für eine EM und sogar WM geeignet.


Brütting vom MSC Fränkische Schweit geht der Sprit aus



Dem Lokalmatadoren Dietmar Brütting ging unterwegs der Sprit aus, weshalb er seine schwere Maschine etwa einen Kilometer weit bergauf schieben musste. Denn nur in den entsprechenden Tankzonen durfte nachgetankt werden. Er war trotz seines 49. Platzes bei den Senioren mit der Strecke und den Zuschauern vollauf zufrieden. "Wanderer schoben die Maschinen sogar mit an, das ist absolut bewundernswert", fand Brütting, der die Strecke mit dem tiefen Boden und richtig schweren Etappen als äußerst anspruchsvoll bezeichnete.
Jürgen Köferlein aus Ebermannstadt, der für den MSC Fränkische Schweiz Zweiter bei den Seniorenwurde, meinte: "Die Fahrt war super und echt schön mit kernigen Auffahrten über Wurzeln und Steine. So mancher musste da schieben. Und die Abfahrt ins Aufseßtal in Richtung Draisendorf war wegen der Absätze im Gelände richtig schwer."


Norbert Leißl mit einem "alten Eimer"



"Streitberg ist absolut geil zum Fahren, weil es eine richtige Geländefahrt ist", sagte Norbert Leißl vom AMC Sulzbach-Rosenberg, der mit einer historischen Sachs Hercules 250 mit Sieben-Gang-Schaltung und Baujahr 1976 auf die Strecke ging. "Es ist eine Herausforderung, mit so einem alten Eimer auch anzukommen", so Leißl.
Der Streckenleiter Michael Knauer bezeichnete das Rennen als vollen Erfolg. "Streckenführung und Personalaufwand, alles war vom Feinsten und die Polizei lobte die Fahrdisziplin", so Knauer, der betont: "Die Wegeschäden halten sich in Grenzen."

Auch Fahrtleiter Andreas Kraus bekam von den Fahrern nur Lob. Der Regen am Vormittag habe an der Schwierigkeit der Strecke nicht viel verändert. Sie sei gut fahrbar gewesen, so Kraus, der den vielen Helfern der Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Polizei ein großes Lob zollte.