Bayernliga Nord: 1. SC Feucht (8.) - SpVgg Jahn Forchheim (16.)

Dass Alexander Boateng zweieinhalb Jahre für den heutigen Gegner spielte, hatte Michael Hutzler gar nicht auf dem Schirm, als er sich seine Startelf zurechtlegte, aber "Alex hat gegen Sand nach seiner Einwechslung sofort Gas gegeben", lobt der 46-Jährige, der vom Großteil seiner Mannschaft enttäuscht war. Nicht nur gegen den Aufsteiger, sondern auch in der gesamten Hinrunde hätten Können und Leistung seiner Jungs nicht gereicht. "Wir hatten zu viele Baustellen, das spiegelt sich in der Tabelle wider", findet Hutzler.

Etwas positiver blickt Neuzugang Boateng auf die 16 Begegnungen zurück: "Wir spielen offensiv stark, machen aber die Kisten nicht und werden hinten sofort dafür bestraft." Um zumindest die Gegentore nach Standards zu reduzieren, habe der Coach diese Situationen unter der Woche trainieren lassen.
"Wir haben beim Jahn eine ganz neue Konstellation und eine sehr junge Truppe", erklärt der selbst erst 19-Jährige.

Beim SC kickte Boateng 2013/2014 im U19-Landesliga-Team, aus dem es keiner in die aktuelle erste Mannschaft geschafft hat. Zwei Feuchter - die Stürmer Nico Wessner und Mario Swierkot - kennt er trotzdem. "Der SC kann als Aufsteiger mit dem Punktekonto befreit aufspielen. Der Druck liegt bei uns", glaubt Boateng. Da Hutzler nicht nur Standards trainieren ließ, sondern auch versuchte, die Mannschaft nach dem 1:3 wieder aufzubauen, ist der Mittelfeldspieler zuversichtlich, dass die Jahnler von Anfang an bei der Sache sein werden.

Da nach dem Duell mit dem SC vor der Winterpause fünf Partien der Rückrunde folgen, kann Hutzler keinen Schnitt machen. "Ich bin froh, dass es nach dem Sand-Spiel nicht in die Pause geht und personelle Verstärkungen kann ich im Winter ohnehin nicht erwarten", erklärt der Trainer, der heute auf die verletzten Sebastian Leikam, Klaus Faßold, Hayri Özdemir und Firat Güngör verzichten muss.