Bei herrlichem Laufwetter schickte Bürgermeister Heinz Richter (FWG) die Teilnehmer am 3. Neunkirchner Brandbachlauf auf die 10 km lange Strecke, die von 60 Läufern in einer Zeit unter einer Stunde gelaufen wurde. Ein gut aufgelegter Martin Polster, der Mehrheit als Büttenredner des Neunkirchner Carnevalvereins (NCV) bekannt, unterhielt an Start und Ziel mit allerlei Wissenswertem und launigen Bemerkungen die Zuschauer. Sie sparten nicht mit Beifall, als Roland Rigotti vom TSV Neuburg an der Donau mit einer Zeit von 34:46 Minuten als r Sieger die Ziellinie überquerte.
Ihm folgten Jürgen Mauritz (34:55) und der Vorjahressieger Wolfgang Gößwein vom SSV Forchheim (36:39). Für den Sieger, den 36-jährigen Realschullehrer Roland Rigotti, hatte sich wieder einmal das Daumendrücken von Papa Wilhelm und Mama Hildegard gelohnt, die ihren Sohn zu jedem Rennen begleiten.
Woche für Woche absolviert er im Training 150 km und das meist alleine, da er auf dem Land lebt und da die Trainingspartner ganz einfach fehlen. "Ich habe als Bub mit dem Fußballspielen begonnen und dann auch noch das Tennisspielen ausprobiert, was mir aber nicht die Freude bescherte, die ich mir erhofft hatte", wie der Schalke-04-Fan bemerkt. Deshalb sei er dann auf das Rennfahrrad umgestiegen und habe mit dem Lauftraining begonnen.
Jetzt läuft der Lehrer, der seine Referendarzeit in Forchheim verbracht hatte, von 5000 m bis hin zum Marathon alle Strecken. Im vergangenen Jahr gewann er die "Tour Sächsische Schweiz", einen Dreitageslauf mit 200 Teilnehmern. Er ist gerade dabei, ein sieben Schüler umfassendes Team der Maria-Ward-Realschule in Schrobenhausen für den Ingolstadter Halbmarathon vorzubereiten. Wenn er einmal nicht läuft, entspannt sich Roland Rigotti am liebsten bei der Gartenarbeit und bei den Spielen seines Lieblingsvereins FC Schalke 04.
In der Frauenwertung hatte Alina Bruckelt vom Erlebnislaufteam (47:27) die Nase vorn vor Birgit Ganschow (47:39) und Rosi Stein, beide von der BSG Sparkasse Forchheim. Den Jugendlauf über 1000 m entschied Holger Ganschow (3:35) vor Oliver Ganschow (3:39) und Pascal Herrmann (3:41) für sich.
Der 13-jährige Richard Wittmann (1:02:34 Stunden) dagegen lief lieber mit seinem 15 Jahre jungen Bruder Bernhard (1:04:20) bei den großen Läufern mit, wo sie zusammen mit ihrem Vater Harald Scholl (1:04:22) nicht zu den Letzten gehörten.
Beim anschließenden 8. Freibadfest, veranstaltet von der Neunkirchner Ortsgruppe der Wasserwacht und vom Förderverein "Schwimmbad Neunkirchen", nahm die Bevölkerung die Möglichkeiten wahr, ein Schwimmzeichen oder auch die Schwimmleistungen für das Sportabzeichen abzulegen. Geboten war auch Zielwurf auf den Basketballkorb sowie Volleyball und Tischtennis.
Regen Zulauf fanden auch die Spielstationen für die Kleinen und der Auftritt der NCV-Garde. Dagegen wollten sich nur wenige Besucher über das neue Technikgebäude mit der modernen Wasseraufbereitung informieren.