Viel vorgenommen hatten sich die Bezirksliga-Basketballer des TSV Ebermannstadt beim SV Gundelsheim. Es sollte eigentlich der Umschwung nach zwei Pleiten in Folge gelingen, mit dem 74:78 setzten die Ebser aber ihren Negativlauf der vergangenen Wochen fort.


SV Gundelsheim - TSV Ebermannstadt 78:74

Die Weiß-Blauen begannen mit einer Halbfeldpresse, um das Heimteam früh zu Fehlern zu zwingen. Dies gelang jedoch nicht wie gewünscht. Die Gundelsheimer hielten das Tempo hoch und umspielten die Defensivreihen der Gäste ein ums andere Mal. Nachdem die Ebser schnell mit 4:11 in Rückstand gerieten, stellte Coach Otto Hauser die Defense um. Die Wiesentstädter fingen sich dadurch wieder und konnten unter anderem durch zwei Dreier von Distanzexperte David Schneider zum Ende des Viertels auf 20:16 verkürzen.

Danach fanden die Jungs um Kapitän Stefan Blos immer besser in die Partie.
Allrounder Florian Amon fügte vier schnelle Punkte hinzu, den Ebsern gelang ein starker 14:2-Lauf und die zwischenzeitliche Führung. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Mannschaften. Zur Halbzeit verteidigte der TSV eine knappe Führung (35:39).

Konzentriert wurde auch im dritten Abschnitt weitergearbeitet. In der Offense wurde der Ball gut bewegt und freie Aktionen herausgespielt. Am Ende des dritten Viertels stand somit eine verdiente 53:65-Führung für die Ebser auf der Anzeige.

Auch in den letzten zehn Minuten sah es zunächst gut aus. Starke Reboundarbeit und flexibles Teamspiel führten dazu, dass fünf Minuten vor Ende ein beruhigendes 15-Punkte-Polster (58:73) zu Buche stand. Dann erfolgte ein völlig unverständlicher Bruch im Spiel. Im Angriff konnten keine zwingenden Aktionen mehr gefunden werden. Kein Spieler war bereit, die Verantwortung zu übernehmen.

So gelang in der Schlussphase kein einziger Feldkorb mehr. Das Heimteam hingegen spielte sich in einen Rausch, traf aus allen Lagen und konnte das Spiel denkbar knapp mit 78:74 für sich entscheiden. "Das war natürlich ein herber Dämpfer", sagte Coach Otto Hauser: "Ähnlich wie gegen Litzendorf haben wir zu früh den Spielbetrieb eingestellt. In den nächsten Partien müssen wir unsere Stärke über die vollen 40 Minuten zeigen."

Die Chance bietet sich bereits am Samstag, um 19.30 Uhr kommen die Basketballfreunde Küps in die Stadthalle nach Ebermannstadt.

TSV: Schneider (14), Blos (15), Glöckner (12), Hack (10), Kurth (4), Müller (3), Wilhelm (4), Metzner (8), Amon (4)