Kreisliga 1 ER/PEG

Je nach Rechenweise durfte sich die SpVgg Uehlfeld über den ersten Dreier zu Hause seit zwölf oder 15 Monaten freuen. Noch mehr Grund zum Jubeln hat der 1. FC Burk, der sich mit dem zweiten knappen Sieg - erneut traf der bisherige Torhüter Sebastian Raasch - hinter Adelsdorf und Heßdorf, das im Absteigerduell mit Buckenhofen die Oberhand behielt, auf Rang 2 schob. Seine ersten Kreisliga-Punkte seit 2010 fuhr der TKV Forchheim gegen Niederndorf ein.

SpVgg Uehlfeld - TSV Lonnerstadt 1:0
Uehlfeld hat das Siegen vor eigenem Publikum doch nicht verlernt. Gut ein Jahr nach dem letzten offiziellen Heimsieg - am 16. August 2014 bekam die SpVgg die Punkte wegen Nichtantretens der SpVgg Jahn Forchheim II gutgeschrieben - und fast 15 Monate nach dem erspielten 3:1 gegen Eggolsheim hat die Mannschaft von Trainer Martin Schiepek zu Hause wieder einen Dreier eingefahren. "Massiv ärgerlich", findet Paul Bruckmann, dass es ausgerechnet sein Team erwischte. Für das Tor des Tages in einem laut des TSV-Spielleiters ganz schlechten Spiel sorgte Marvin Götz kurz nach der Pause. "Thomas Wetternek hat zuvor drei Lonnerstadter ausgespielt. Da müssen wir einfach mal ein taktisches Foul machen", meinte Bruckmann. Nach dem Treffer nahm die Samstagabend-Kreisliga-Partie zumindest ein wenig Fahrt auf und Gäste-Spielertrainer Oliver Wurzbacher hatte den Ausgleich auf dem Kopf. Zwar scheiterte er an SpVgg-Torwart Viktor Wastschuk, doch von diesem kullerte die Kugel Richtung Netz. "Der Ball war ganz klar hinter der Linie. Alle haben das Spielen eingestellt, Wastschuk hat es nach dem Spiel auch zugegeben", sagte der ehemalige zweite Vorsitzende des TSV, der vermutet, dass der Schiri nicht den Mut hatte, seinen Linienrichter zu überstimmen. So blieb es beim 1:0, das Uehlfeld nicht nur den lange ersehnten Heimsieg, sondern auch die ersten drei Punkte im vermutlich bevorstehenden Abstiegskampf bescherte. rup


Kreisliga 2 ER/PEG

Der Neuling und Bezirksliga-Unterbau aus Lauf hat mit dem 5:2 gegen den ebenfalls aus der Kreisliga 1 gewechselten SC Uttenreuth ein Ausrufezeichen gesetzt. Die dritte Mannschaft mit der vollen Punktausbeute ist Weingarts. Die DJK setzte sich dank der Treffer von Neuzugang Noah Drummer gegen den hochgehandelten SV Moggast durch und ist als einziges Team der Liga noch ohne Gegentor. Der TSV Neunkirchen bleibt zwar ungeschlagen, kam im Derby gegen Brand aber erneut nur zu einem Zähler. Aufsteiger Effeltrich zahlt nach dem zweiten 1:3 in Serie noch Lehrgeld. Gößweinstein hat seine Klatsche in "Magisch" gut verkraftet und gegen Leinburg den ersten Dreier eingefahren. Der SV Ermreuth bleibt nach dem 1:3 in Hersbruck auf seinem vor Wochenfrist geholten Pünktchen sitzen.

TSV Kirchehrenbach - SC Eckenhaid 3:0
Nach dem 4:1-Auftakterfolg gegen Vizemeister TSV Brand hat auch Aufsteiger Eckenhaid seine Grenzen vom TSV aufgezeigt bekommen. Bereits in der 2. Minute traf Matthias Schuhmann nach einstudierter Ecke von Andreas Benning und ließ die Erwartungen steigen. Doch die wurden enttäuscht. "In der ersten Halbzeit haben wir nur hoch und weit und wenig Fußball gespielt. Die Partie plätscherte so dahin", sagte TSV-Coach Christian Martin selbstkritisch. Dass es seine Jungs besser können, zeigten sie nach Wiederanpfiff. Mit ansehnlichen Kombinationen stürmten die Gastgeber auf das Eckenhaider Gehäuse. Zwei solcher Angriffe landeten über Thomas Eismann bei Niklas Stelzner und von dessen Fuß aus im Netz (63./74.). Vom SC-Sturm - Martin hatte insbesondere vor Markus Lutz und Jonas Fritzsche gewarnt - war dagegen kaum etwas zu sehen. Nur eine Möglichkeit stand für die Gäste zu Buche. Nach den Ampelkarten gegen Sebastian Somann (70.) und Daniel Keding (88.) war der TSV-Sieg Formsache. "Wir haben uns Chancen im Minutentakt erspielt", sagte der Trainer. Weitere Treffer zur Eroberung der Tabellenspitze fielen jedoch nicht. rup



Kreisklasse 1 ER/PEG

Dem 5:0 zum Saisonauftakt folgte die Ernüchterung: Die Spvgg Hausen musste sich beim ASV Möhrendorf mit 1:3 geschlagen geben. Die DJK Wimmelbach behauptete sich klar mit 4:0 gegen die DJK-SC Oesdorf, Heroldsbach wartet nach dem 1:1 beim FC Kickers Erlangen weiter auf den ersten Saisonsieg. Neben dem neuen Spitzenreiter TSV Hemhofen (4:1 in Bubenreuth) hat auch der ASV Höchstadt (3:1 gegen Baiersdorf II) die Optimalausbeute von sechs Punkten.

ASV Möhrendorf - Spvgg Hausen 3:1
Der ASV ist nach der herben Auftaktniederlage in der Kreisklasse 1 angekommen und feierte einen verdienten Erfolg gegen die Spvgg Hausen, die ohne Punkte und mit zwei roten Karten im Gepäck nach Hause fahren musste. Vor allem in der ersten Hälfte waren die Gäste überhaupt nicht auf dem Platz. "Wir haben die erste Hälfte hergeschenkt", sagte deswegen auch Trainer Michael Rödl. Nach jeweils individuellen Fehlern hatte die Heimelf durch Simon Kobler (17.) und Alexander Weiß (31.) eine scheinbar komfortable 2:0-Führung herausgeschossen. In der zweiten Hälfte gab der Gast aber mehr Gas, ohne allerdings richtig gefährlich zu werden. Möhrendorf verpasste die Vorentscheidung und musste in Überzahl den 1:2-Anschluss nach einem Konter durch André Schmitt (78.) hinnehmen. Kurz zuvor hatte sich Felix Hüttner zu einer Beleidigung seines Gegenspielers hinreißen lassen und musste deswegen zum Duschen. Sechs Minuten vor Ende machte Spielertrainer Heinz Halmer den Deckel drauf. Der Routinier verwandelte einen Foulelfmeter im Nachschuss zum 3:1-Endstand. Für die Notbremse, die zu dem Strafstoß führte, musste Christian Kohlmann ebenso mit Rot vom Feld. "Wir haben verdient gewonnen, weil wir von der ersten Minute an die bessere Mannschaft waren", freute sich Halmer über den ersten Dreier der noch jungen Saison: "Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und auch das nötige Glück gehabt." BB


Kreisklasse 2 ER/PEG

"Ich glaube nicht, dass wir am letzten Spieltag da oben stehen werden", schränkte FC-Abteilungsleiter Manuel Drummer nach dem 4:0 gegen Poxdorf ein. Zusammen mit dem letztjährigen Abstiegskampf-Konkurrenten DJK Hallerndorf, der in Ebermannstadt triumphierte, hat Schlaifhausen als einziges Team sechs Punkte auf dem Konto, denn die famos gestarteten Kersbacher waren spielfrei. Die Remis-Könige aus Reuth begannen die Saison mit einer Woche Verspätung erwartungsgemäß mit einem Unentschieden gegen Auftaktsieger SV Hetzles. Der knapp dem Abstieg entgangene SV Mittelehrenbach befindet sich nach zwei Niederlagen schon wieder im Keller - in Gesellschaft mit den Aufsteigern DJK Willersdorf, die in Wichsenstein Prügel bezog, und TSV Pinzberg, der beim bisherigen Kreisligisten DJK Eggolsheim unter die Räder kam. Der Vorjahresdritte und Mitfavorit SV Weilersbach hat dank Hattrick-Schütze Markus Na gengast beim SV Kleinsendelbach gewonnen und einen kompletten Fehlstart vermieden.

FC Schlaifhausen - SV Poxdorf 4:0
Die Tabelle hat sich Manuel Drummer schon angeschaut, eine Aussagekraft bezweifelt der Schlaifhausener Abteilungsleiter aber. In Feierlaune waren er und die siegreiche Mannschaft allemal. "Zur Kerwa ist so ein Sieg natürlich besonders schön. Letztlich zählen aber nur die drei Punkte", sagte Drummer. Mit einem Lupfer über SV-Keeper Stefan Wirth brachte Daniel Kremer die Heimelf auf die Siegerstraße (15.). "Das 2:0 war im Prinzip eine Wiederholung des ersten Treffers", erklärte der 32-Jährige. Diesmal legte Matthias Kern für Kremer vor (37.). Das 3:0 kurz nach dem Seitenwechsel besorgte Kern mit einem Schuss aus 16 Metern persönlich. "Danach haben wir uns etwas ausgeruht und Poxdorf zu guten Chancen kommen lassen", monierte Drummer. Doch die Gäste schwächten sich mit einer Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Michael Berndorfer nach einem Frustfoul selbst (73.). In Überzahl markierte Marco Josef auf Zuspiel von Oliver Farr den Endstand (89.). Zwar fehlten beim Absteiger einige Akteure, doch auch der FC musste auf Co-Trainer An dreas Gebhardt verzichten. Zudem kam Torschütze Josef nur von der Bank. Der gerade wieder fit gewordene Jochen Hack nahm wegen einer erneuten Blessur nach 40 Minuten auf selbiger Platz. "Ich glaube nicht, dass wir am letzten Spieltag da oben stehen werden. Aber Poxdorf sicher auch nicht da unten", analysierte Drummer nach dem verdienten Sieg. rup


Kreisklasse 3 ER/PEG

Nichts für schwache Nerven: Beim 4:3-Sieg der Stöckacher macht am Ende auch die Kombinationsfreudigkeit des FC-Sturmduos den Unterschied aus. Neben Stöckach haben auch der TSC Pottenstein und der FC Troschenreuth die zweite Saisonpartie für sich entschieden. Noch nicht in Fahrt ist der TSV Gräfenberg, beim SC Kühlenfels setzte es eine 2:3-Niederlage.

FC Stöckach - SpVgg Weißenohe 4:3
Aufsteiger Stöckach scheint in der Liga angekommen zu sein, im zweiten Saisonspiel gelang dem FC zum zweiten Mal ein 4:3-Erfolg - und das im Derby gegen Weißenohe. Dabei geriet die Appelt-Truppe zweimal in Rückstand, schaffte aber jeweils den postwendenden Ausgleich. Gästestürmer Johannes Gebhardt hätte mit seinen drei Toren der Mann des Spieles werden können, letztlich war es jedoch eins zu wenig.

Sieben Tore auf herrlich sattgrünem Rasen sahen die 155 Zuschauer beim InFranken-Kick, es machte Spaß zuzuschauen. Bereits in der Anfangsviertelstunde passierte, mit vier teils schön heraus gespielten Treffern, mehr als in manchen Spielen über 90 Minuten. Die Partie war noch keine 120 Sekunden alt, als der Ball im Kasten von Heimkeeper Sebastian Hänfling zappelte. Johannes Gebhardt vollendete aus zehn Metern ins lange Eck zum 0:1. Unbeeindruckt spielte der FC weiter: Friedrich legte auf den am Sechzehner lauernden Daniel Baumgärtner zurück, ein trockener Schuss mit rechts in die linke Ecke bedeutete das 1:1 (5.). Johannes Rupprecht ließ Martin Kögel, der später verletzt ausscheiden musste, zu viel Raum, so dass der aufgerückte Defensivmann der SpVgg problemlos zu Gebhardt passen konnte. Dieser kopierte seinen ersten Treffer fast und tunnelte Torhüter Hänfling zum 1:2 (16.). Der Gästejubel war aber noch nicht verklungen, da stand es 2:2. Das Weißenoher Trio um Torhüter Michael Hauenstein, Benjamin Bayerlein und Stefan Hager patzte im Kollektiv, Michael Hirsch bedankte sich und schob die Kugel mutterseelenallein in die Maschen (17.). Schiri Karlheinz Doneff, der einen ruhigen Nachmittag erlebte und mit drei Verwarnungen kaum gefordert wurde, zeigte Niklas Polster kurz vor der Pause Gelb, als dieser den Ball wegschlug - und bilanzierte danach gewitzt: "Das war ein sehr braves Spiel heute."

Hätten sofort nach Wiederanpfiff nicht Aykut Ercan und kurz darauf Keeper Hänfling jeweils energisch vor Gebhardt gerettet, wären die Gäste zur dritten Führung gekommen. So brachte eine kurze Ecke auf Florian Mühlbauer, der butterweich in die Mitte flankte, erstmalig den FC mit 3:2 in Front (56.). Der zuvor an beiden Gästetoren nicht unbeteiligte Bergner wetzte seine Fehler aus und verlängerte mit dem Scheitel an den Innenpfosten, von dort sprang die Kirsche ins Netz. Die sich nun bietenden Räume wurden von den Gastgebern oft leichtfertig vertan. Mit einem Pass in die Gasse auf Gebhardt rächte sich die Unkonzentriertheit umgehend, Weißenohes Stürmer traf im Fallen zum dritten Mal und markierte das 3:3 (64.). Oliver Schwarz hätte kurz darauf sogar die Gästeführung erzielen müssen. zögerte aber, bis Rupprecht störte. Gegenüber vergab Baumgärtner noch aus der zweiten Reihe (73.), aber wiederum nach präziser Flanke von Friedrich köpfte der Goalgetter mit seinem zweiten Tor das 4:3 (81.). Der Siegtreffer schien nicht unhaltbar, denn das Leder flutschte zwischen kurzem Pfosten und Torhüter Hauenstein ins Netz, aber Baumgärtner hatte auch sträflich viel Platz und Zeit. Friedrich legte Letzterem nochmals uneigennützig auf, beide werden in dieser Spielklasse noch für viel Freude sorgen, aber Hauenstein bügelte diesmal seinen Lapsus aus und rettete.

SpVgg-Trainer Werner Güttler betrieb direkt nach Abpfiff Seelenmassage und holte seine Jungs in einen Kreis zusammen. Niedergeschlagen bilanzierte er: "Ich bin sprachlos, wir waren die bessere Mannschaft und verlieren hier. Jetzt stehen wir gegen Troschenreuth unter Druck und sind fast schon zum Siegen verdammt. Aber Heimspiele müssen wir eh gewinnen."

Bei FC-Trainer Michael Appelt war die Freude hörbar: "Das war ein Hin und Her, mit dem besseren Ende für uns. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Einziges Manko: Zum Ende haben wir es versäumt, den Deckel drauf zu machen. Es war das zweite 4:3 und diese sechs Punkte kann uns niemand mehr nehmen. Ehrlich gesagt muss ich das so aber nicht jede Woche haben, diese kuriosen Spiele kosten mir nämlich auch eine Menge Nerven."



A-Klasse 3 ER/PEG

Im Duell Auf- gegen Absteiger hat sich die SpVgg Dürrbrunn in der A-Klasse 3 mit 3:1 gegen den ATSV Forchheim behauptet - und es dabei eigentlich unnötig spannend gemacht. Seinen zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel feierte der SV Bieberbach in der A-Klasse 4. Und der FC Dormitz hat nach dem 8:0-Auftaktsieg diesmal nicht geglänzt, sich aber trotzdem gegen seinen Angstgegner SpVgg Hüttenbach III mit 2:0 behauptet.

SpVgg Dürrbrunn - ATSV Forchheim 3:1
Im Auslassen bester Torgelegenheiten überbot sich die SpVgg Dürrbrunn. Mit konsequenter Chancenauswertung hätte die Heimelf den Sack gegen Aufsteiger ATSV Forchheim bereits im ersten Durchgang zu machen können, so wurde es am Ende nochmal spannend. "Wenn wir auch nur einen Bruchteil unserer Torchancen nutzen, müssen wir wieder fünf bis sechs Tore machen", sagte Trainer Michael Taschner. Seine Spielvereinigung kam besser in die Partie, klare Chancen blieben zunächst aus. Ein langer Ball brachte den Hausherren nach 26 Minuten die Führung, der georgische Neuzugang Koba Kopaliani legte den Ball am Torwart vorbei und traf. Doch auch Forchheim spielte gut mit, Köhn hätte im Gegenzug beinahe den Ausgleich besorgen können (27.). In dieser Phase ging es Schlag auf Schlag. Finze wurde kurz darauf vom starken Kraft per Querpass bedient, vor dem leeren Tor versagten dem Dürrbrunner jedoch die Nerven. Er nagelte das Spielgerät freistehend und ohne jede Not an die Latte (29.). Sekunden später belohnte sich Kraft, als er nach präzisem Zuspiel von Kopaliani das 2:0 erzielte (31.). Und auch das 3:0 sollte noch vor der Pause fallen, wieder war es Kraft, der erfolgreich war. Diesmal überraschte ein weiter Einwurf von Finze die ATSV-Hintermannschaft, Kraft zeigte sich im Strafraum reaktionsschnell (41.). Dürrbrunn war bis zu diesem Zeitpunkt klar spielbestimmend. Doch Forchheim gab sich nicht auf, mit dem Halbzeitpfiff gelang dem ATSV der psychologisch wichtige Treffer zum 1:3. Köhn wurde auf rechts freigespielt, zog in Robben-Manier nach innen und schlenzte den Ball unhaltbar für SpVgg-Schlussmann Schmidt ins lange Eck (43.).

Der zweite Durchgang verlief nach kurzer Abtastphase ähnlich spektakulär. Zwar fielen keine weiteren Tore mehr, Möglichkeiten dazu gab es aber zu genüge. Dürrbrunns Spielertrainer Taschner scheiterte per Kopf an Braune (53.), auf der Gegenseite sorgte der eingewechselte ATSV-Mittelstürmer Marc Baumann für viel Gefahr. Im Abschluss fehlte dem Angreifer aber entweder das Quäntchen Glück (63.) oder er fand in Torwart Schmidt seinen Meister (55.). Die Schlussviertelstunde begann mit einem Platzverweis für die Gäste, Rahimi-Kasmai sah von Schiedsrichter Nagengast die Ampelkarte (75.). Bis zum Ende sollte sich die Unterzahlsituation jedoch nicht bemerkbar machen. Forchheim kämpfte aufopferungsvoll. Erneut war es Baumann, der nur knapp den Anschluss verpasste (82.). Da im Gegenzug Kopaliani freistehend die Latte traf, durften die Forchheimer bis zum Ende hoffen.

Doch abgesehen von einer weiteren Gelb-Roten Karte sprang für die Gäste aus Forchheim nichts Zählbares mehr heraus. "Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Im Mittelfeld und der Abwehr waren wir viel zu offen gestanden", sagte ATSV-Trainer Peter Heublein nach der Partie. mho


Kreisklasse Bamberg 2

ASV Aufseß - TSV Scheßlitz 2:1
Not macht erfinderisch: Weil das Verletzungspech beim ASV Aufseß zugeschlagen hat, standen mit Klaus Gerber und Tino Oberreich zwei Akteure auf dem Platz, die schon seit Jahren nicht mehr für die erste Mannschaft aufgelaufen sind. Wenn überhaupt, dann mal sporadisch in der Zweiten. Die Reaktivierung des Duos hatte aber durchschlagenden Erfolg: Gerber erzielte in der 41. Minute mit einem 25-Meter-Schuss in den Winkel das 1:0, Oberreich legte in der 72. Minute den Treffer zum 2:0 nach - der Einsatz hatte sich also gelohnt. Beinahe wäre die komfortable Führung in der Schlussphase noch zerbröselt. Nur Sekunden nach dem 2:0 verkürzte Scheßlitz auf 1:2, und versuchte in der verbleibenden Viertelstunde natürlich alles, um Aufseß den Sieg noch zu entreißen. Die große Gefahr strahlte der TSV aber nicht mehr aus, Aufseß hätte bei einem Konter auch gut und gerne die Vorentscheidung zum 3:1 erzielen können.

Mit dem Sieg hat Aufseß (3.) seine Stellung als eine der Top-Mannschaften der Liga untermauert. Der Kampf um die Meisterschaft wird wohl eh keiner werden, nachdem Spitzenreiter FC Eintracht Bamberg II gegen die FSG Gunzendorf (2.) mit 5:2 triumphiert hat. tsc