"Besser abschneiden als im Vorjahr!" Diesen Leitspruch hat sich Norbert Hofmann zurecht gelegt: "Wenn man in der abgelaufenen Saison Dritter wurde, kann man als Parole nicht ausgeben, in diesem Jahr schlechter abschneiden zu wollen. Wir wollen auf einen der beiden ersten Plätze." Damit bezieht der Trainerfuchs eindeutig Stellung und setzt sich und seine Mannen von Beginn an unter Strom. "Wir haben uns punktuell gut verstärkt, haben einige Dinge, die im Vorjahr noch etwas störten, verändert und wollen somit gut aus den Startlöchern kommen", gibt sich Hofmann zuversichtlich.

Kontinuierlich gesteigert


Ein Fehlstart wie in der vorigen Saison, als die DJK nach acht Spieltagen nur sechs Punkte auf dem Konto hatte und deshalb kein ernsthaften Ambitionen mehr haben konnte, soll vermieden werden. "Ob das letztlich so eintrifft, weiß man nie. Jedenfalls haben wir in der Vorbereitung sehr gut dafür gearbeitet und uns, vor allem in den letzten Testspielen, kontinuierlich gesteigert", sagt der Weingartser Coach. Verzichten müssen die "Maigischer" auf Michael Antes, der noch im Urlaub weilt. Aus selbigen kam Manuel Oßmann erst am Donnerstag zurück, weshalb sein Einsatz noch offen ist. Außerdem konnten die Angeschlagenen Sebastian Friedl und Spielführer Michael Noegel unter der Woche nur leichtes Lauftraining absolvieren.
Den Gegner sieht Hofmann vor allem offensiv stark besetzt: "Die Brüder Andreas und Mathias Hammerand und ihr Cousin Markus drücken dem SV-Spiel oft ihren Stempel auf, aber auch den Trainerkollegen Maik Sprenger habe ich als starken Linksfuß in Erinnerung".
Der im Spielkreis noch weitgehend unbekannte Maik Sprenger kam beruflich bedingt aus dem Ruhrpott nach Franken und steht seit der Winterpause gemeinsam mit Marco Walz am Ruder in Ermreuth. Der 26-jährige mit dem Heimatverein SpVgg Erkenschwick machte bei der knappen 2:3-Rückspielniederlage im Frühjahr gleich auf sich aufmerksam, als er doppelt traf. In der Vorrunden-Partie hatte der SVE noch glatt mit 0:3 in Weingarts verloren.
Sprenger geht trotz der beiden Pleiten im Vorjahr recht locker ins Spiel: "Klar, wir sind Außenseiter. Denn wir haben bei unserem relativ kleinen Kader nicht solche Möglichkeiten wie der Gastgeber. Aber wir ergeben uns nicht kampflos." Das wird schwer genug, denn mit Andreas Hammerand, der im Urlaub ist, sowie dessen Bruder Mathias, der an Adduktorenproblemen laboriert, wird das Hammerand-Trio, vor dem Hofmann Respekt zollte, zum Solo: Markus wird wohl als einziger auflaufen. Sprenger sieht in diesem Zusammenhang im Vergleich mit Erkenschwick die in Franken deutlich kürzere Sommerpause nicht förderlich für eine ausreichende Erholung zwischen den Spielzeiten und verweist darauf, dass zwischen dem letzten Spieltag am 10. Juni und dem Vorbereitungsauftakt der meisten Vereine Anfang Juli gerade mal knapp drei Wochen lagen: "Vielleicht sollte man mal darüber nachdenken. Für Vereine mit dünnen Kadern ist das sicherlich kein Vorteil."

Kampfgeist ist da


Dennoch gibt sich der SV-Spielertrainer kämpferisch: "Trotz aller Ausfälle versuchen wir, eine schlagkräftigen Truppe zu stellen, und kommen nicht mit einer B-Elf. Wir werden sicherlich nicht nur brav unsere Punkte an der Sportlerkirchweih abliefern."
Bei der Kirchweih spielt nach dem Abpfiff um 18 Uhr die "Reißaus-Kapell'n". Da wird sich zeigen, welche Mannschaft erhobenen Hauptes den Platz verlässt oder flüchten muss.