Klaus Rascher (50) aus Heroldsbach hat das Zepter an seine Tochter weitergereicht. Nach nun mehr 16 Jahren Teilnahme am Forchheimer Quattroball-Turnier lässt er nun Jüngeren den Vortritt. "Ich war von Anfang an mit dabei", erinnert sich Klaus noch an sein Debüt vor 17 Jahren. Am Wochenende fand die 17. Auflage des kurz "Quatt-Fo" genannten Turnieres auf der Sportinsel statt.
Diesmal trafen sich 63 Teams mit über 500 Teilnehmern zum sportlichen Kräftemessen in den Sportarten Fußball, Volley-, Basket- und Handball. Mannschaften aus der Region, aus ganz Bayern, Deutschland und dem benachbartem Ausland (eine aus Südtirol) waren dabei. Bei diesem Freizeitturnier stand wieder der Spaß am Sport im Vordergrund - wie schon vor 17 Jahren.
Teils von Anfang an dabei"Damals sind es die Herren Jungkunz, Bundgaard und Kindler gewesen, die mich zum Quatt-Fo gebracht haben", erinnert sich Klaus Rascher, "kennen gelernt hab ich die Jungs bei mir in der Physiotherapie-Praxis." Er findet anerkennende Worte für die Macher: "Die Jungs und Mädels des Orga-Teams, die teilweise auch seit Anfang an dabei sind, leisten großartige Arbeit; aus dem anfänglich zarten Pflänzchen ist eine prächtige Pflanze geworden."
Anfänglich hat Rascher noch beim "Doc's Team" mitgespielt, Vier Jahre später hat sich die Mannschaft der "Duddnbadscher" gegründet. "Ich habe immer wahnsinnig gerne Basketball gespielt", so der 50-Jährige, der sich in diesem Jahr aus dem aktiven Sportgeschehen zurückgezogen hat, aber vorher noch für Nachwuchs gesorgt hat. "Für mich spielt jetzt meine Tochter Sarah", erklärt Rascher den Generationswechsel, "dadurch hat das Turnier Zukunft; es werden neue Spieler herangezogen."
Aber auch andere Teammitglieder der "Duddnbadscher" haben ihre aktive "Quatt-Fo-Karriere" an den Nagel gehängt. Die Mannschaft hat sich komplett verjüngt. "Deswegen heißen sie nun auch 'Duddnbadscher next Generation'", erklärt Rascher die Namensfindung. Für diesen Generationswechsel hat er T-Shirts machen lassen.
Ihm gefällt besonders der hohe Spaßfaktor, den dieses Freizeitturnier mit sich bringe. "Es ist schön, dass Anfänger gemeinsam mit Profis spielen dürfen; Männer und Frauen", sagt Rascher. Genau diese bunte Mischung findet er klasse.
Die 16-jährige Sarah soll nicht nur einmal die familieneigene Praxis übernehmen, sondern soll ihren Vater auch beim Quatt-Fo-Turnier würdig vertreten. Auch sie spielt leidenschaftlich gerne Basketball. Wer ist jetzt aber der bessere Basketballspieler von beiden? "Sarah", antwortet der Vater.
Schon von jungen Jahren an ist Sarah Fan der Brose-Baskets Bamberg, verpasst mit ihrer Dauerkarte fast kein Heimspiel. "Next Generation", dass sind Sarah Rascher, Lina Marquardt, Eva Hohenberger, Sarah Westerhold, Timo Noppenberger, Nikolaus Schwab, Yannick Hein, Dominik Honeck, Tobias Distler, Moritz Distler, Jonas Harrer, Tobias Eismann, Patrick Lübke und Dominik Kupfer - alles Jungs und Mädels im Alter von 16 bis 18 Jahren.
Klaus Rascher coacht die neue Gruppe. Und es läuft gut für die Neulinge. "Vor unserem ersten Spiel im Basketball hat unser Gegner abwertend gefragt: Spielen wir jetzt wohl gegen eine Schülermannschaft?. Die haben wir gleich ordentlich abgezockt", schmunzelt Coach Rascher.
Das wechselhafte Wetter an den drei Veranstaltungstagen tat der guten Stimmung auf der Forchheimer Sportinsel keinen Abbruch. "Wir haben die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass sie alle ihre Zelte gut festmachen sollen", berichtet Stefan Kindler vom Organisations-Team. Am Ende hatten die "Bamboocha" die Nase vorn. Zweiter wurden "Die barmherzigen Prügler", auf dem dritten Platz landeten Bahama Papas. Für die "Duddnbadscher next Generation" lief es für das erste Mal gar nicht so schlecht. Sie erzielten den achtenswerten 27. Platz unter den 63 Mannschaften.
Thomas Horak von den Veranstaltern resümierte: "Trotz Regen und starken Windböen konnte der Turnierbetrieb ohne große Einschränkungen durchgeführt werden." Es gab nur wenig Verletzungen. Viele Stammgäste waren wieder dabei.

Endstand


1. Bamboocha, 2. Die barmherzigen Prügler (Regensburg), 3. Bahama Papas (Forchheim), 4. Doc's Team (Forchheim), 5. BAF & Co (Forchheim), 6. get gooseflesh (Vare), 7. Freies Bewegen im Raum,
8. Penno's Penner (Freiburg), 9. Engels Engelchen (Herzogenaurach), 10. Apachen-Pub (Bamberg), 11. Gwinna will I (Forchheim), 12. VfB-Weizentierchen (Forchheim), 13. The Toothpicks (Nürnberg), 14. is doch Worscht (Forchheim), 15. Los Torros (Heroldsbach), 16. Lovejuice (Forchheim), 17. Dixies Torjäger (Erlangen), 18. Team Broumov (Braunau), 19. Springfield Connection (Heroldsbach), 20. Zitronenfalter (Hausen), 21. Bewegungsminimalisten AIC (Aichach), 22. Spacepatrol (Hallerndorf), 23. Die Metzger (München), 24. Tante Hillas Gespür für Kaffee (Eggolsheim), 25. Bier & Spiele (Erlangen), 26. Pow-Wow-Power-Players (Forchheim), 27. Duddnbadscher (Heroldsbach), 28. Selleries Vollmond (Leutkirch), 29. Beauties and the Beasts (Prackenbach), 30. Bauernpower (Bamberg), 31. Hahner-Truppe (Hallerndorf), 32. Bed Rock Dreamteam (Forchheim), 33. Schwenkergespann Saarland (Forchheim), 34. Moshington Greensocks (Lauf), 35. Das Gute-A-Team (Baiersdorf), 36. Bandido Peligroso (Eggolsheim), 37 Wöhrder-Wies'n-Rambos (Nürnberg), 38. Ernst Mosch und Die Hebendänzer (Forchheim), 39. Pasta Shooter, 40. Minuskumbls (Erlangen), 41. Egelsamer Faulenzer (Eggolsheim), 42. The Canyon-Kacker (Wien), 43. Paddington-Bären (Bamberg), 44. Hausmacher-Hartwurst-Truppe (Forchheim), 45. Sponge-Balls (Heroldsbach), 46. Schnürsenkel & Ananas (Forchheim), 47. Z-Wölfe (Erlangen), 48. Die Kellerkinder (Hallerndorf), 49. Bayreuther Erpfel (Fürth), 50. Basis und Überbau (Bamberg), 51. Barfuß Galiläa (Nürnberg), 52. B-Homies (Forchheim), 53. Glemstaler (Leinfelden-Echterdingen), 54. Brodwörschd midd Sauergraud (Erlangen), 55. S-Live (Hausen), 56. Frankonia Fantastica (Forchheim), 57. Kinderretter (Forchheim), 58. Kingtanic Unsiegbar, 59. Wieseck-Cowboys, 60. Frankens Drumbofanten (Forchheim), 61. Zamgwürfld (Forchheim), 62. The Incredible Ziehm-Team (Forchheim), 63. Hakuna-Matata (Weißenbach/Ahrntal)