Nach großem Kampf von beiden Seiten, in dem die HC-Mädels unbedingt Platz vier in der Bayernliga erreichen wollten, reichte es am Ende nicht ganz. Auch die Anzinger Mädchen wollten sich diesen Platz sichern und konnten sich in Forchheim erfolgreich mit 17:14 behaupten.

Der gesamte Spielverlauf war spannend, denn beiden Mannschaften spielten auf Augenhöhe. Trommelnde Fans und mitfiebernde Eltern heizten die Stimmung in der Halle kräftig an und es entwickelte sich eine packende und intensiv geführte Partie. Lange sah es nach einem möglichen Sieg für den HC aus, der sich bis zum Umfallen seine Möglichkeiten im Angriff erarbeitete. Dazu kam eine überragende Leistung von Torhüterin Michelle Müller, die sich in Bestform präsentierte.

Spaß und Faszination

Nach der nicht unbedingt erwarteten Führung zur Halbzeit (9:8) konnten sich die Forchheimerinnen phasenweise auf bis zu drei Toren absetzen (11:8). Die Anzingerinnen ließen aber nicht locker, schafften den Ausgleich (14:14) und setzten sich zum 14:17-Endstand ab. In dieser Phase forderte die im Vergleich zu anderen Spitzenmannschaften relativ dünne Personaldecke wieder einmal ihren Tribut.

Schließlich stand in der Vorrunde jedes Mal die bange Frage an, in wie weit man sich gegen die zum Teil besseren, zum Teil breiter aufgestellten Kader der Konkurrentinnen behaupten könne, dem entgegen setzten die HC-Mädels mannschaftliche Geschlossenheit und Kämpferwillen. Der jetzt zum Ende der Vorrunde erreichte Platz fünf, punktgleich mit den Anzingerinnen (Platz vier), ist aus Forchheimer Sicht allen Lobes wert. Bislang haben die Zuschauer mitreißende Spiele erlebt, die Appetit auf mehr machen.

Für die HC-Mädels geht es schon am 13. Januar weiter mit der Rückrunde. "Als Ziel gilt es, sich endgültig im Mittelfeld festzubeißen und die großen Drei möglichst lange zu ärgern bzw. Paroli zu bieten. Besonders gespannt bin ich auch auf das Rückspiel in Anzing. Aber: Egal, welchen Tabellenplatz wir am Ende erreichen, bei uns lebt der Spaß und die Faszination am Handball", so Trainer Stefan Endrizzi.