Nach einer ungefährdeten Ball-stafette über Eltersdorf II und den ATSV Erlangen gerät der Steilpass in Pinzberg wieder unter Druck. Denn dort befindet sich David Reiter mit der DJK tief im Abstiegsstrudel der Kreisklasse 2. Wie seine Mannschaft am heutigen Ostersamstag ohne ihn, aber mit mehr Selbstvertrauen punkten soll, erklärt er im Interview.

Wer hat Sie angespielt?
David Reiter: Hannes Wirth, einer der besten Außenverteidiger der Region, wie ich finde. Als er mit Eltersdorf in der Landesliga gespielt hat, habe ich kein Spiel von ihm verpasst. In unserer Freizeit unternehmen wir auch ab und zu etwas zusammen.

Wann haben Sie selbst in Eltersdorf gespielt?
Ich habe beim SC in der F-Jugend angefangen und bis auf ein Jahr bei Erlangen-Bruck alle Juniorenmannschaften durchlaufen.
Nach der A-Jugend habe ich mich für zwei Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet und war in Donaueschingen stationiert. Anschließend bin ich zum TSV Neuhaus/Aisch und dank meinem Kumpel Werner Martin in Pinzberg gelandet, wo ich auch eine Wohnung gefunden habe und gerade meine zweite Saison spiele.

In der es für Ihre Mannschaft nicht besonders gut aussieht.
Wir haben schon vor Beginn der Runde wichtige Spieler verloren. Wenn sich dann jemand verletzt oder berufsbedingt nicht kann, reicht der kleine Kader oft nicht aus. Wir haben zwar in der Winterpause drei Neuzugänge bekommen, doch davon hat sich einer schon wieder verletzt. Zudem sind wir einfach ein junges Team, das mit dem Druck im Abstiegskampf noch nicht so gut umgehen kann.

Woran hapert es besonders?
An der Chancenverwertung. Wir haben in 22 Partien erst 26 Tore erzielt. Mit Abstand die wenigsten in der Liga. Wenn wir in Rückstand geraten, gibt es einen Knick in der Mannschaft und es fehlt der Glaube, das Spiel noch drehen zu können.

Für die Partie heute in Kersbach bedeutet das Mauern und bloß keinen Treffer kassieren?
Ich selbst bin über das verlängerte Wochenende im Urlaub und werde daher nicht auflaufen. Aber wir spielen nicht defensiv, sondern hinten nur mit einer Dreier-Kette. Ab jetzt ist es egal, gegen wen wir antreten: Wir müssen immer punkten, um die Abstiegszone zu verlassen.

Sie glauben an den Klassenerhalt?
Wir können es auf jeden Fall schaffen. Wir müssen an uns glauben und brauchen wieder ein Erfolgserlebnis. Nach dem Sieg in Leutenbach haben wir gegen Moggast auch stark gespielt und unglücklich verloren. Von den Namen her müssten wir eigentlich in der oberen Tabellenhälfte stehen.

An wen passen Sie weiter?
An Michael Martin, der mit dem SC Oberreichenbach in der Nachbarkreisklasse noch tiefer im Abstiegskampf steckt. Er war früher in Eltersdorf mein Jugendtrainer, später habe ich ein Jahr lang mit ihm in Neuhaus zusammengespielt und mittlerweile sind wir richtig gute Freunde.