Von Schulfreund zu Schulfreund geht der Steilpass in dieser Woche, von Florian Schachtner zu Daniel Erlwein, von Jahn Forchheim II zum SV Gloria Weilersbach II. Der 21-jährige Mittelfeldspieler fühlt sich in Weilersbach wohl und bringt Geduld mit. Geduld, auf seine Chance in der ersten Mannschaft zu warten. Eine Eigenschaft, die ihm zufolge viele Gleichaltrige vermissen lassen.

Wer hat Sie angespielt?
Erlwein: Der Schachtner. Wir kennen uns schon seit der Volksschule. Schon in Jugendzeiten waren er, Andre Simmerlein und ich gemeinsam unterwegs und uns ist nie langweilig geworden. Auch wenn es Streit gab, danach wusste ich, dass ich auf ihn zählen kann. Auf dem Platz ist der Schachtner genauso ehrgeizig wie an der X-Box beim Zocken. Er hasst verlieren auf den Tod. Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass er momentan linker Verteidiger spielen muss. Er ist eigentlich ein Stürmer, den man das ganze Spiel nicht sieht und dann die entscheidenden Tore macht.

Wie schaut Ihr Laufweg aus?
Den TSV Ebermannstadt habe ich zur zweiten B-Jugend-Saison Richtung Weilersbach verlassen. Dort war alles anders. Und vieles besser. Seither spiele ich für die Gloria. Um bei den Herren Fuß zu fassen, habe ich an meiner Fitness gearbeitet. In der Ersten hat es seitdem zwar nur zu Kurzeinsätzen gereicht, aber da unsere Zweite in der A-Klasse spielt und somit am echten Spielbetrieb gegen erste Mannschaften teilnimmt, habe ich keinen Grund, mich zu beschweren oder gar an einen Wechsel zu denken. Was den meisten jungen Spielern fehlt, ist - denke ich - die Geduld. Die habe ich. Gerade in Weilersbach, wo doch der ein oder andere Spieler von außerhalb geholt wird, brauche ich die natürlich auch. Richtig erfolgreich waren wir mit der Zweiten bis heute zwar nicht, aber es gab ein sehr emotionales Highlight. In der Saison 2009/10 konnte ich mit meinem Vater, meinem Cousin und vor allem meinem Paten Michael Erlwein ein letztes Mal zusammen spielen, ehe er an seiner Krankheit verstorben ist. Gemeinsam haben wir mit einem 1:1 beim Spitzenteam Bammersdorf einen Punkt geholt und deren Aufstiegsträume beendet. Das Spiel bedeutet mir sehr viel.

Wie gestalten Sie die aktuelle Winterpause?
Ich nutze die Pause hauptsächlich zum Ausruhen und, um Abstand zu gewinnen. In der Halle helfe ich - wenn es um etwas geht - nur aus, wenn Not am Mann ist. Lieber spiele ich zum Spaß ab und an mit Kumpels. Demnächst werde ich etwas mit Joggen beginnen, ab Anfang Februar macht uns unser Trainer dann wieder fit für die Rückrunde. Als Achter sind wir zur Pause voll im Soll, wollen aber in der Rückrunde noch den ein oder anderen Großen schlagen. Mit unserem Potenzial ist das möglich.

An wen passen Sie weiter?
An Andre Simmerlein von der SpVgg Unterleinleiter. Mit ihm, dem Schachtner und mir ist das Trio komplett. Sie sind meine besten Kumpels. In der Jugend hat Andre sogar höherklassig gespielt, unter anderem Bayernliga in Hirschaid. Er ist zweikampfstark, hat eine gute Übersicht und eine große Ballsicherheit. Und er ist ein geselliger Typ, mit dem ich immer eins trinken kann.