Das war ein teurer Ausflug der Buckis: Vom Handball-Bezirksliga-Spiel bei der zweiten Mannschaft der HSG Erlangen-Niederlindach in Hannberg kehrten die Männer des SV Buckenhofen mit zerrissenen Trikots zurück. Die Gastgeber packten rigoros zu, als die Partie längst zugunsten des neuen Tabellenführers entschieden war. Punktgleich auf Rang 2 steht der TV Altdorf, mit dem sich der SVB zum Auftakt die Zähler geteilt hatte.


HSG Erlangen-Niederlindach II - SV Buckenhofen 17:33

20 Minuten lang waren die Kontrahenten zumindest ergebnismäßig gleichauf. Drei blitzschnelle Tore binnen zwei Minuten verleiteten die SV-Männer offenbar, schon früh die Zügel schleifen zu lassen. Unvorbereitete Würfe weit über und neben das Ziel wechselten sich mit Ballverlusten und Passfehlern ab. Wenigstens stand die Abwehr zufriedenstellend und wusste mit Florian Zündt einen sicheren Schlussmann hinter sich.

So blieb die HSG zwar immer dran, schaffte jedoch nur ein einziges Mal, Mitte des ersten Durchgangs, den 7:7-Gleichstand. Richtig in Fahrt kamen die Buckis nach einer Auszeit der Gastgeber. Von 9:7 zogen sie in den zehn Minuten bis zur Pause noch auf 17:10 davon. Die beachtliche Wurfquote des SVB von 75 Prozent wurde durch die mäßige Gesamteffektivität von 50 Prozent merklich getrübt.

Nach Wiederbeginn dauerte es gerade fünf Minuten, bis letzte Klarheit geschaffen war (11:21). Zug um Zug setzten sich die Gäste ab, lagen in der 45. Minute 26:14 vorne, obwohl sie den HSG-Kreisspieler, den die Gastgeber stets suchten, nicht so recht unter Kontrolle brachten. In der Schluss-Viertelstunde gelangen den Hausherren ganze drei Treffer, nicht zuletzt ein Verdienst von Torhüter Markus Reuschl, der beste Gelegenheiten zunichte machte und zwei Drittel aller Würfe parierte.

Einen weniger guten Eindruck hinterließen kurzzeitig die Unparteiischen. Als Jonas Deittert nach einem Griff in den Wurfarm sein zerfetztes Trikot vorzeigte, erhielt er dafür eine Zeitstrafe, das Foul selbst blieb ungeahndet. Wenig später stieß ein HSG-Spieler während einer Unterbrechung Christoph Schatz um. Laut Regelwerk hatten die Schiedsrichter die Wahl zwischen Roter Karte und Disqualifikation. Heraus kam eine Zeitstrafe.


Mangelnde Chancenverwertung

Davon ließen sich die Buckis jedoch nicht verunsichern. Sie zogen ihr Spiel durch, vergrößerten den Abstand sogar, obwohl sie nach wie vor beste Möglichkeiten ausließen. Von 21 Gegenstößen verwertete das Team des neuen Trainers Georg Weymann nur zwölf. hgum
SVB: Reuschl, Zündt - Deittert (4), Distler (2), Dürrbeck (6), Hübenthal (3), Kraus, Krempe (1), Mach (8), Noppenberger, Rost (6/3), Sainz Derut, Schatz (3)