Die Bezirksoberliga-Handballer des VfB Forchheim 1861 sind mit einem 29:28 (13:11)-Erfolg beim TV Altdorf in die Erfolgsspur zurückgekehrt. In einem an Spannung nicht zu überbietenden Spiel fiel der Siegtreffer in allerletzter Sekunde, nachdem die VfBler dreieinhalb Minuten vor Schluss noch mit drei Toren zurücklagen. Das Aufstiegsrennen um Platz 2 in der Bezirksoberliga Ostbayern ist weiterhin völlig offen: Mit 28:12 Zählern haben die VfBler zum punktgleichen TV Erlangen-Bruck aufgeschlossen. Mit einem Punkt Rückstand lauert der FC Neunburg auf Rang 4.

TV Altdorf - VfB Forchheim 28:29

Die Nachholspiel vom 19. Spieltag beim abstiegsgefährdeten Tabellenneunten wurde für die Forchheimer zu einer Zitterpartie, weil sich der VfB in der zweiten Halbzeit das Spielgeschehen aus der Hand nehmen ließ. 40 Minuten sahen die zahlreichen mitgereisten Forchheimer Fans einen spielbestimmenden VfB.

Nach nervösen Beginn auf beiden Seiten legten die VfBler durch die Rückraumriege mit Tobias Hallmann, Dominic Hecht und Philipp Wolf bis zum 5:7 meist zwei Tore vor. Doch schon hier machte sich das große Manko der Chancenverwertung negativ bemerkbar. Oft scheiterte der VfB am Altdorfer Torwart Matthias Gniza, der unter anderem drei Siebenmeter entschärfte. Drei Tore des eingewechselten Bernd Zuber sowie Linksaußen Kilian Kiesel sorgten für die 13:9-Führung kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel trafen Benedict Wackersreuther vom Kreis und Matthias Gieck im Gegenstoß zur erneuten Drei-Tore-Führung (12:15). In Folge des Ausgleichs zum 16:16 konnte Bernd Zuber in doppelter Unterzahl noch einmal den Zwei-Tore-Vorsprung (16:18) herstellen. Bis dahin hatte der VfB das Spiel eigentlich im Griff. Doch ab der 41. Minute war der Wurm drin im VfB-Angriff. Leichtfertig wurde der Ball vertändelt oder zu überhastet abgeschlossen, so dass der um den Klassenerhalt kämpfende Gastgeber plötzlich mit 19:18 vorne lag.

Die Forchheimer liefen fortan einem Rückstand hinterher, der bis zu drei Tore (26:23) betrug. Als Altdorf in der 56. Minute das 28:25 erzielte, sahen viele Zuschauer das Spiel bereits zugunsten des TV entschieden. Doch der VfB ließ kein Gegentor mehr zu und erkämpfte sich in der Schlussphase mehrmals den Ball. Philipp Wolf per Siebenmeter, Tobias Hallmann im Gegenstoß und Bernd Zuber aus dem Rückraum glichen für den VfB innerhalb von zwei Minuten aus. Den letzten Angriff der Altdorfer fingen die VfBler mit einer offensiver Deckung vier Sekunden vor Schluss ab. Den Gegenstoß verwandelte Bernd Zuber gerade noch rechtzeitig zum Siegtreffer.

Der VfB-Trainer Elmar Ehrich meinte nach dem Spiel: "Wir haben uns das Leben in der zweiten Halbzeit selber schwer gemacht. Statt des erhofften Befreiungsschlags war es ein Arbeitssieg. Trotz des Rückstands haben wir zum Schluss weiter an uns geglaubt und um jeden Ball gekämpft. So ein extremes Spiel pusht uns nochmal für die letzten zwei Saisonspiele."

VfB: Schmitt, Marx - Hecht 2, Gieck 3, Krämer, Wackersreuther 3, Kiesel 3, Hallmann 4, Wolf 7/2, Zuber 7, Fürch, Mühe

OG Erlangen - HG Hemau/Beratzh. 18:20

Jetzt hat es auch den Olympischen Gedanken (OG) Erlangen erwischt: Der bereits feststehende Meister verlor gegen die junge Truppe von der HG Hemau/Beratzhausen sein erstes Heimspiel in dieser Saison. Die Luft war nach dem "Meisterschaftsspiel" zuvor in Forchheim raus. Im Erlanger Angriff ging überhaupt nichts zusammen (Halbzeit 7:9).

Nach der Pause vergab der OGE beste Chancen reihenweise. Mit der Umstellung auf eine 5+1-Deckung - in der Vorwoche noch die entscheidende taktische Maßnahme gegen Forchheim - ging Erlangen mit 14:13 in Führung gehen. Doch nach einem vergebenen Gegenstoß der OGE ging Hemau vorentscheidend mit drei Toren in Führung.

OGE: Rabenstein, Plößl 6/3, Pellny 1, Roßner, Stör, Jantsch, Groß 5, Sauer 3, Meder 2, Szücs 1