"Ein herzliches Grüß Gott in Maigisch", entbot Bürgermeister Dr. Hermann Ulm in seiner gastgebenden Gemeinde. Er komme selbst aus dem Bereich Jugendarbeit. Sportlich, musikalisch, kulturell gebe es hier ein breites Angebot für Kinder und Jugendliche, der Slogan "Hier lässt sich‘s leben" treffe in Weingarts besonders zu. Zum geistlichen Impuls sprach Pfarrer Helmut Hetzel. "Was mache ich mit der schönen Zeit, die mir geschenkt wird", war eine seiner Fragen. Die Fastenzeit sei oft geprägt von Vorsätzen.

Hauptreferent des Tages war Timo Rabe vom Stadt-Jugendamt Nürnberg mit dem Thema "Rechtliche Aspekte in der Jugendarbeit". Alkohol-Nikotin-Drogen, das seien Abläufe die sich bei den Jugendlichen immer gleichen. 20 Prozent trinken zu viel, fünf Prozent seien suchtgefährdet. Konsum finde fast immer in der Gesellschaft statt. Erwachsene seien Vorbild. Viel reden sei eine Chance. Das momentane Einstiegsalter für Alkohol sei statistisch bei 13.5 Jahren, 14.5 wäre schon ein Erfolg, 16 der Idealfall in der Entwicklung eines Heranwachsenden. Drogen wie Marihuana oder Haschisch seien nachgewiesener Maßen schädlich. Die "Globalisierung im Internet bereite dabei Sorgen".

Nach dem Referat mit vielen Anregungen und Aspekten hielt der scheidende Jugendleiter Gerhard Hoch seine letzte Grundsatzrede. Er begrüßte unter den zahlreichen Anwesenden DJK Diözesan-Vorsitzenden Edmund Mauser und Monika Rüh, Vorsitzende der Frauen. Mit Hallo wurde als neues Mitglied SKC DJK Victoria Coburg willkommen geheißen. Die DJK, so Hoch, sei auf drei Säulen aufgebaut. Sport, Gemeinschaft und die Orientierung an der Botschaft Christi bedeuten die drei Eckpunkte. 1180 Vereine gebe es im ganzen Bundesgebiet.

"Dienst am Menschen, Ja zur Jugend und Kraft zum christlichen Glauben, eingebunden in eine moderne, starke Kirche, ist eine weitere Interpretation" von Hoch. "Die Zeiten sind unruhiger geworden, die Mitgliederzahl wächst nicht mehr unbedingt, das Ehrenamt ist nicht mehr "cool" und Dienen wird zu oft durch Verdienen ersetzt", setzt sich Hoch kritisch mit dem Zeitgeist auseinander.

Nur 25 von 49 Vereinen waren anwesend. Wenn ein Antrag für Unterstützung fällig ist, wissen alle, wie der Dienstweg aussieht, findet er deutliche und kritische Worte. Insgesamt umfasst die DJK in der Diözese Bamberg 2.105 weibliche und 5.977 männliche Mitglieder, eine relativ stabile Zahl.

Die harmonischen Neuwahlen, geleitet von Herbert Schröter, Matthias Götz und Marianne Karpert-Innig, ergaben maßgebliche Änderungen. Gerhard Hoch schied nach 12 Jahren als Vorsitzender aus, ebenso wie aus dem Jugendbeirat Peter Frieß, Katja Albrecht und Sandra Schmitt. Alle drei waren neun Jahre in der Funktion tätig.

Hoch zog rückblickend kurze Bilanz. Man habe eine Jugendordnung geschaffen, dies sei ein wichtiger Part innerhalb der DJK. Ohne Jugend gebe es kein Überleben. "Ich habe als Baumeister bei der Brücke zwischen Kirche und Sport mitgewirkt, Diözesanjugendpfarrer Helmut Hetzel, Herzogenaurach, ist dabei eine wichtige Stütze gewesen", stellt Hoch fest.

Er verdanke viel seine Lehrmeister und Vorgänger Heinz Hofmann, DJK Kersbach. Die Action Bühne am Heinrichsfest oder auch die Neugestaltung der Sportlerwallfahrt mit modernem Geist bedeuteten Akzente, Sichtbarmachen der DJK. Anregungen aus Vereinen seien erwünscht, ebenso wie Rückmeldung. "Wenn jeder etwas einbringt, dann wird's auch was", so Hoch.

Die nachfolgende, neue Generation bedeute einen Umbruch. Mit neuen, modernen Medien müssten künftig die jungen Menschen erreicht werden. Das begonnene Bauwerk müsse stabilisiert werden. Tobias Hoch, Student, 21 Jahre jung und Sohn des scheidenden DJK-Jugendleiters, wurde einmütig als Nachfolger gewählt. Er kann auf bewährte Erfahrung zurückgreifen.

Tobias Hoch wirkte im ersten Auftritt schon sehr selbstsicher und entschlossen in seinen Ausführungen. Soziale Verantwortung werde gerade heute im Beruf besonders geschätzt, sehe er somit auch als persönlichen Vorteil. Er möchte das ihm zur Verfügung stehende Gremium so formieren, dass alle den Part ausfüllen, den sie wollen und können und keiner allein gelassen wird.

Patrick Hoch, Kersbach, und Christoph Motzelt, Eggolsheim, werden ihm im Jugendausschuss dabei neu unterstützen. Tobias freut sich außerdem, mit Herbert Schröter, geschäftsführender Bildungsreferent eine wertvolle Stütze in der DJK-Diözesan-Geschäftstelle zu wissen. Petra Horch musste wegen Erkrankung fehlen. Sie bleibt weiterhin DJK-Jugendleiterin. gal