Am Rand auf seinen Weihnachtsgrüßen vermerkte er noch: "Bitte lasst die Lieferungen nicht ausgehen, denn ich kann alles notwendig brauchen."

Aus Kaspars sieben Karten von Januar bis Februar 1916 ist zunächst keine größere Gefahrenlage erkennbar. "Die Gegend, in der wir uns befinden, ist ziemlich ruhig", berichtete er am 5. Februar nach Hause. Ihm selbst ging es "leidlich gut". Belastend war nur, dass er keinen Urlaub bekam. Ärgerlich grüßte er deshalb auf einer Karte: "in der Hoffnung, dass der "Sch... hier ein Ende nehmen wird". Auch den folgenden 13 Feldpostkarten bis August 1916 ist nichts über seinen Kriegseinsatz zu entnehmen. Die letzte Nachricht kam dann mit einer Ansichtskarte aus "Sallaumines - Bahnhof".

Sallaumines liegt im Norden Frankreichs nördlich von Arras. Der Gruß von hier belegt, dass Kaspar mit seinem Regiment vom 18. Juli an in Gefechte mit den Engländern im Artois verwickelt war.