Mit einer mehrstündigen Kontrolle haben am Donnerstag rund 45 Einsatzkräfte der Verkehrspolizei aus Erlangen und Bamberg auf dem Rastplatz Regnitztal Brummis überprüft. Im Visier standen ausschließlich Brummis. Das Augenmerk galt der Sicherung der Ladung und dem Zustand der Fahrzeuge. Außerdem schauten die Beamten, ob die Waren ordnungsgemäß deklariert waren, ob die Lenkzeiten eingehalten werden und ob die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und der Lebensmittelhygiene eingehalten wurden.

"Deswegen haben wir die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung Forchheim und die Kollegen für Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Regierung von Oberfranken mit ins Boot geholt", erklärt Polizeihauptkommissar Manfred Müller, der den Einsatz leitet. Die ebenfalls eingerichtete Radarmessung dient der Sicherheit jener Beamten, die die Fahrzeuge auf den Parkplatz winken.

Bis zu hundert Brummis werden kontrolliert. Die Anzahl sei aber stark abhängig vom Umfang der Kontrolle. Ist alles in Ordnung geht es schnell, dann können mehr Fahrzeuge einer kritischen Prüfung unterzogen werden. Das erste Zwischenfazit: Die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge hat sich offenbar gebessert. "Da haben wir schon Vehikel mit gebrochenen Bremsscheiben oder total verrosteten Bremsanlagen aus dem Verkehr gezogen", erinnert sich ein Beamter. Diesmal gibt es solche Probleme nicht. Lediglich bei einem LkW mit slowenischem Kennzeichen ist der mittlere der drei Zwillingsreifen der Hinterachse so stark abgefahren, dass teilweise die Leinwand durchscheint. Die Abnutzung ist unregelmäßig, doch der Ersatzreifen sieht nicht besser aus.

Bei einem Abfalltransporter aus Oberfranken sind die Mulden nicht richtig gesichert. Sie könnten verrutschen. Deshalb gibt es für den Fahrer eine Zwangspause, bis dieses Problem behoben ist.

Schlachtabfälle und Sondermüll

Die Mitarbeiter des Veterinäramtes erleben einen ruhigen Vormittag. "Wir hatten einen Transporter mit Schlachtabfällen, aber da war alles in Ordnung", berichtet ein Kontrolleur. Auch ein Transport aus Erding mit Essensresten darf schnell weiterfahren.

Ebenfalls bei der Großkontrolle dabei sind Mitarbeiter der Abfallwirtschaft der Regierung von Oberfranken. "Je nachdem, in welchen Fachbereich ein Verstoß fällt, sind die Experten vor Ort", erklärt Manfred Müller. Hier schauen die Beamten genau hin, denn solche Fracht werde über Landesgrenzen hinweg verschoben. Deshalb ließen die Kontrolleure hier nichts durchgehen", erklärt ein Mitarbeiter.

"Der Fahrer ist hier nur das schwächste Glied in der Kette, aber er ist für die Gefahr mitverantwortlich", betont der Kontrolleur. Zur Verantwortung gezogen würden aber auch die Beladestelle und der Fuhrunternehmer: "Die wissen, was sie geladen haben. Und sie wissen, dass dies nicht in Ordnung ist."

Zu schnell unterwegs

Bei der Geschwindigkeitsmessung wurden 115 Fahrer im Anzeigenbereich, was Punkte zur Folge hat, gemessen. Von diesen 115 waren 21 so schnell, dass sie in nächster Zeit ihren Führerschein abgeben müssen. Der traurige Spitzenreiter wurde mit 122 km/h bei erlaubten 60 km/h gemessen.

In der eigentlichen Kontrollstelle wurden insgesamt 48 Lastwagen kontrolliert. Dabei wurde ein buntes Allerlei an Verkehrsverstößen festgestellt. 16 Kapitäne der Landstraße hatten ihre Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten. In einem Fall war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert und bei fünf Lkw-Fahrern stellten die Kontrolleure bei der Überprüfung der Fahrtenschreiber fest, dass sie zu schnell unterwegs waren. Ein Mann hatte den Gurt nicht angelegt, bei einem anderen wurde das transportierte Gefahrgut beanstandet. Vier Fahrer waren ihrer vorgeschriebenen Fortbildung nicht nachgekommen. Die Alkoholtests verliefen alle negativ.