Den 34. Politischen Aschermittwoch der Freien Wähler (FW) im Gasthof "Zum Löwen" besuchten etwa rund 70 Gäste. Unter dem Eindruck der bevorstehenden Kommunalwahl handelte es sich aber vor allem um eine Wahlkampfveranstaltung für den Landratskandidaten Klaus Schulenburg sowie den Gößweinsteiner Bürgermeisterkandidaten Hanngörg Zimmermann.

Schulenburg nutzte dabei die Gelegenheit, um sich den Anwesenden vorzustellen. Eine typische Haudrauf-Aschermittwochs-Rede hielt er dagegen eher nicht. Das ist ohnehin nicht so sehr sein Ding, wie er am Schluss seiner etwa 40-minütigen Rede bekannte.

Ein waschechter Forchheimer

Die Sachpolitik steht bei dem gelernten Politikwissenschaftler im Vordergrund. Es sind eher die leisen Töne, die er bevorzugt. Sein Beruf: Landräte beraten.
Schulenburg kennt deshalb alle bayerischen Landräte persönlich und auch die meisten Landkreise.

Und er kennt den politischen Betrieb in München. Und vor allen Dingen ist Schulenburg, auch wenn er mit seiner Familie noch in München wohnt, ein waschechter Forchheimer. In seine fränkische Heimat will er nun auch wieder zurück. Und zwar als neuer Landrat und Nachfolger von Reinhardt Glauber (FW), dessen Leistungen er für den Landkreis Forchheim außerordentlich lobte.

Glauber hatte Schulenburg einst fast schon beiläufig gefragt, ob er sich das vorstellen könne: als sein Nachfolger für die Freien Wähler zu kandidieren.

Besonderer Landkreis

Schulenburg hat Ja gesagt. Seine Erfahrung und Kompetenz will er künftig für den Landkreis Forchheim einbringen. Schulenburg bezeichnete Forchheim als einen "ganz besonderen Landkreis".

Als einen, der sich durch Wirtschaftstärke und Bodenständigkeit auszeichne. "Der Landkreis Forchheim ist gut aufgestellt", sagte Schulenburg. Dies sei vor allem auch ein Verdienst von Landrat Glauber. Dennoch: Schnelles Internet, ÖPNV und das Verkehrskonzept müssten verbessert und fortgeschrieben werden.

Zimmermann gegen Neubau

Hanngörg Zimmermann, der im Frühjahr ins Gößweinsteiner Rathaus einziehen möchte, stellte sich ebenfalls vor und nannte seine Schwerpunktthemen.

Klar ist, dass auch er gegen einen Neubau des Rathauses ist. Lieber sollten Räume für die Verwaltung angemietet oder Leerstände genutzt werden.
Ihren Blick haben die Freien Wähler allerdings nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten gerichtet. Sie erinnerten an Hans Backe, Begründer des Politischen Aschermittwochs der FW im Landkreis.