Von Sophia Schelhorn

Nach zwei Stunden Mittagsschlaf sind die "Rabbel Zabbels" wieder putzmunter. Ausgelassen spielen sie mit Erzieherin Joanna Schiener und Kinderpflegerin Eileen Müller am Boden. Gemeinsam bauen sie ein Haus aus Magnetbausteinen.
"Es ist ein sehr ruhiges Arbeiten. Klar weint mal jemand, aber das geht schnell vorbei", erzählt Joanna Schiener, die Gründerin der Krippe Rabbel Zabbel. Obwohl zwischen den Kindern große Altersunterschiede liegen, gäbe es keine Streitigkeiten.
"Im Gegenteil. Die kleine Julia zum Beispiel wird jeden Morgen von allen anderen Kindern freudig begrüßt und geherzt, obwohl sie gerade mal so stehen kann", berichtet Schiener.

Bewegung steht im Vordergrund

Für bis zu zwölf Kinder im Alter von acht Monaten bis ungefähr drei Jahren bietet die private Krippe einen Platz.
Zur Zeit sind es aber erst sieben, die von der Erzieherin und zwei Kinderpflegerinnen betreut werden.
Groß geschrieben werde bei den "Rabbel Zabbels" die Bewegungserziehung. In den Zimmern stehen sogenannte Podestmöbel: ein Schiff und ein Haus; sie bieten den Kindern Kletter-, Versteck- und Spielmöglichkeiten. Auch gemeinsame Spaziergänge und Besuche von Spielplätzen sollen die Bewegung der Kinder anregen. "Im Moment sind wir noch gezwungen, die umliegenden Spielplätze aufzusuchen, da unser Außenbereich noch nicht fertig ist", erzählt Joanna Schiener, während sie aufpasst, dass die kleine Julia sich nicht den Kopf am Holzregal stößt.
Auch die Fassade des Hauses ist noch von einem Gerüst und Plastikplanen umgeben. Die erst vor einem Monat eröffnete Krippe sei eben noch in ihren Startlöchern, aber soweit laufe alles gut, sagt die Leiterin.
Joanna Schiener war zuvor in Frankfurt in einer ähnlichen Einrichtung tätig. Privat verschlug es sie dann wieder in ihre Heimat Forchheim. "Eigentlich wollte ich schon immer eine eigene Einrichtung gründen. Und da die Stadt Forchheim die Krippenplätze eh benötigt hat, war der passende Zeitpunkt gefunden", erzählt sie. Ihre kleine Tochter ist selbst ein "Rabbel Zabbel".

Kinder in guten Händen

Kinder schon im Alter von wenigen Monaten in eine Krippe zu geben, hält sie für eine gute Idee: "Die Elternzeit ist äußerst wichtig und Eltern sollten so viel Zeit wie möglich mit ihren Kindern verbringen, aber manchmal geht das eben für ein paar Stunden am Tag nicht, aus beruflichen oder anderen Gründen, und dann weiß man sein Kind doch gerne in guten Händen."

Krippe fördert Entfaltung

Schieners eigener Sohn sei bereits mit einem halben Jahr in einer Kinderkrippe gewesen. Als sie dann nochmal schwanger wurde und Zuhause blieb, nahm sie auch ihren Sohn aus der Krippe. Doch ihm fehlte etwas, er wäre unausgeglichen gewesen, meint Schiener. "Gerade das Miteinander und das vielfältige Bewegunsprogramm bieten den Kindern viele Möglichkeiten zur Entfaltung."
Für die Zukunft wünscht sich die Leiterin, eine Zusammenarbeit der Krippe mit verschiedenen Sportvereinen.
Erstmal müsse man sich aber einleben, es sei ja alles noch neu, meinen Schiener und Müller beim Spielen mit den Kindern.
Die Preise für einen Krippenplatz können Eltern der Internetseite der Krippe entnehmen. Auch eine Bewerbung ist online möglich.