Standesgemäß mit dem Böllerschießen begannen die Böllerschützen des Schützenvereins Bavaria Pinzberg die Feiern zu ihrem 25. Geburtstag. Zahlreiche Böllergruppen aus der Verwaltungsgemeinde und auch der weiteren Umgebung waren gekommen, um mit den Pinzbergern zu feiern.
Vom Sportheim der DJK TSV-Pinzberg zogen die Schützen zunächst unter den flotten Klängen der der Pinzberger Vereinband Bavaria Combo zum nahen Sportgelände. In der Form eines U aufgestellt, kündeten fünf Schussfolgen vom feierlichen Anlass.

Den abschließenden Befehl zum Ehrensalut für den Jubiläumsverein gab Landrat Hermann Ulm (CSU) aus luftiger Höhe von einer Hebebühne aus. Im Festzelt richtete der Vorsitzende der Bavaria Schützen, Stefan Hack, ein kurzes Grußwort an die Gäste. Böllerkommandant Markus Kreller begrüßte die Vereine im Einzelnen.

Unter ihnen waren auch die Ehrengäste Adolf Reusch, der stellvertretende Landeschef für das Böllerwesen (BSSB), Gauschützenmeister Alexander Hummel sowie Präsident Eberhard Schulz vom Arbeitskreis der Nordbayerischen Böllerschützen (AKNB).

23 Jahre als Kommandant

Kreller ist seit zwei Jahren Böllerkommandant. In seiner Rede ging sein Blick zurück ins Jahr 1989, als Helmut Zametzer und Armin Bitter die Gründung der Böllerschützengruppe anregten. Zusammen mit Edmund Bitter, Stefan Hack und Andreas Hofmann setzten sie dieses Vorhaben tatsächlich auch um.
Böllerkommandant der ersten Stunde war Helmut Zametzer. Kreller dankte ihm für dessen 23 Jahre lange und verdienstvolle Zeit als Kommandant.

Das erste Böllerschießen fand in Pinzberg am Dreikönigstag 1990 statt. Heute zählt die Gruppe 23 Schützen. Geböllert wird mit der Hand und Schaftböllern. Ein Böllerschütze besitzt zudem eine Kanone. Mit dem Böllerzeichen im Silberkranz ehrte Adolf Reusch seitens des BSSB die Böllerschützen Helmut Zametzer, Stefan Hack,
Andreas Hofmann, Edmund Bitter, Armin Bitter und Reinhold Bitter aus.

Der AKNB schloss sich den Ehrungen an. Wohltuend kurz waren dabei die Ansprachen. Schulz blickte in eine Zeit, als die Menschen schon Schwarzpulver nutzen, um Lärm zu machen und damit Dämonen oder auch Unwetter abwehren wollten.
Zusammen mit Gauschützenmeister Alexander Hummel zeichnete Schulz für besondere Verdienste Helmut Eger mit der Ehrennadel in Gold aus.
Helmut Zametzer dürfte sich über das seltene Ehrenzeichen in Rot-Gold freuen. Markus Kreller erhielt die Kommandantennadel.

"Des Staates Stützen"

Pinzbergs Bürgermeister Reinhard Seeber (CSU) dankte den Böllerschützen für ihr Engagement in der Gemeinde Pinzberg.
Ulm zitierte Kaiser Wilhelm I. Der hatte 1867 "Turner, Sänger und Schützen" als "des Staates Stützen" bezeichnet. Zum Abschluss der Feier luden die Pinzberger Haderlumpen noch zu einer musikalischen Unterhaltung.