Die Vereidigung des nachrückenden Gemeinderats Peter Rubner (BHuH) sowie der Erweiterungsbau des Hochbehälters waren standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung von Hetzles.
Gleich zu Beginn der Sitzung vereidigte Bürgermeister Franz Schmidtlein (BHuH) Rubner, der für Gerhard Pospischil (SPD) in das Gremium nachrückt. Pospischil hatte den Gemeinderat zuvor gebeten, sein Ehrenamt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen zu dürfen. Der Gemeinderat stimmte diesem Antrag einstimmig zu.


Pflicht zur Genehmigung

Die Gemeinde Hetzles plant zur Verbesserung der Wasserversorgung einen weiteren Hochbehälter mit einem Volumen von 250 Kubikmetern. Nachdem sich der geplante Hochbehälter im Außenbereich befindet, handelt es sich im eine privilegierte Maßnahme und unterliegt damit der Genehmigungspflicht.


Hierzu erteilte der Gemeinderat dem zuständigen Planungsbüro sein Einvernehmen. Ebenso beauftragten die Räte das Unternehmen Geopraxis damit, die notwendigen Baugrunduntersuchungen vorzunehmen. In diesem Zusammenhang informierte Schmidtlein den Gemeinderat über die Neuregelung der Richtlinien für Zuwendungen bezüglich wasserwirtschaftlicher Vorhaben. "Mit dieser Problematik muss sich auch der Gemeinderat befassen", so Schmidtlein.

Wasserversorgungsanlagen müssen regelmäßig gewartet und erneuert werden, was besonders in Gemeinden einem kleinen Wasserumsatz teilweise zu hohen Kostenbelastungen führen kann. Gefordert wird in Zukunft ein Betriebshandbuch mit Arbeitsanweisungen sowie ein Risikomanagement bei der Wasserversorgung.


Erhebliche Kosten

Hierzu ist ein Wassermeister notwendig, den die Gemeinde aber derzeit nicht hat. "Personal zusätzlich für diese Aufgaben einzustellen, würde erhebliche Kosten verursachen. Das würde den Wasserpreis verteuern", sagte Schmidtlein. Er schlug deshalb vor, schon jetzt Angebote von externen Wasserversorgern wie beispielsweise den Stadtwerken Forchheim einzuholen.

"Bei 70 000 Kubikmetern Wasser, die wir im Jahr verkaufen können wir uns einen Wassermeister nicht leisten, wenn wir auch weiterhin einen günstigen Wasserpreis anbieten wollen", bilanzierte Schmidtlein.


Hetzles wird kleiner

Anschließend befassten sich die Räte mit dem Verfahren "Ländliche Entwicklung Effeltrich". Aufgrund des Verfahrens ist eine Änderung der Gemeindegrenze zwischen Effeltrich und Hetzles erforderlich.

Durch den neuen Grenzverlauf ergibt es im Bestand der Gemeinde Effeltrich eine Flächenmehrung von 0,04 Hektar und im Bestand der Gemeinde Hetzles eine dementsprechende Minderung. Das Verfahren wurden notwendig, da sich alte Grenzen
aufgrund von neuen Vermessungen verändert haben, vorhandene Wege angepasst wurden, alte Marksteine nicht vorhanden waren und die neuen Grenzen digital erfasst wurden.
Der Gemeinderat stimmte dem Verfahren zu und nahm den neuen Grenzverlauf zur Kenntnis.