Angeführt wurde die Prozession von den Ministranten. Das Allerheiligste unter dem Baldachin trug erstmals der neue Pfarrer Matthew Anyanwu durch den Ahorntaler Ortsteil mit seiner Pfarrkirche St. Burkard.

Fahnenabordnungen der Feuerwehren Oberailsfeld, Unterailsfeld, Rabeneck und Kirchahorn sowie des Schützenvereins Sieghardtor Köttweinsdorf begleiteten die ruhig verlaufene Prozession. Hans Thiem aus Pfaffenberg und Pastoralreferent Georg Friedmann übernahmen die Aufgabe der Vorbeter. Die Bauernleite, der Taubenstein und natürlich der so genannte Radlerfelsen - und damit die drei Berghänge rund um das Dorf - erstrahlten im Lichterglanz.

100 Leute helfen mit

Rund 100 Helfer aus Oberailsfeld und den umliegenden Ortschaften hatten zuvor im Auftrag des 900-Jahr-Vereins Oberailsfeld die Lichter rechtzeitig angezündet.

Eingeführt wurde der Brauch erstmals wieder 1985, damals noch mit selbst gebastelten Fackeln und noch weit weniger Feuern.

Heute sind es wieder rund 100 Holzfeuer, die rund um den Ort herum in den Hängen aufgeschlichtet werden. Innerorts sorgen die Oberailsfelder inzwischen ebenfalls mit Wachsleuchten, die an den Straßenrändern aufgestellt werden, für die nötige anheimelnde Beleuchtung. In Oberailsfeld ist man sehr darauf bedacht, den religiösen Kern dieses Kirchenfestes zu bewahren.

Der Glaube steht im Mittelpunkt, und deshalb sucht man auch vergeblich nach Verkaufsbuden oder Bratwurst- und Glühweinständen. Begonnen hatte der Bettag bereits um 9 Uhr mit dem Aussetzungsamt.
Anschließend folgten Andachten für die Orte Köttweinsdorf, Zauppenberg, Oberailsfeld, Eichenbirkig, Hungenberg, Pfaffenberg, Kirchahorn und Unterailsfeld sowie für die Kranken und Toten.