Vieles ist zusammengetragen im "Dorfmuseum Hausen", das mit den handgeschriebenen Gebetbüchern einen Schatz von europaweiter Bedeutung besitzt.
In einer Vitrine stehen ein paar restaurierte Krippenfiguren. Sie hat der frühere Heimatpfleger Engelbert Wagner in den 70-er Jahren in einer Kiste mit Bauschutt auf dem Dachboden der Pfarrkirche St. Wolfgang entdeckt und geborgen. "Dies ist der Beleg, dass es in Hausen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eine bedeutende Kirchenkrippe gegeben haben muss", findet Wagner.

Ein paar Fragezeichen


"Schade nur, dass sich auch nicht ansatzweise rekonstruieren lässt, wie diese Krippe ausgesehen hat", bedauert Wagner, denn Maria, Josef, das Christkind, Ochs und Esel fehlen. Zwar gebe es neben den, von den "Schwestern vom Heiligen Grab" in Bamberg restaurierten Figuren noch weitere Mitspieler der Krippenszenerie, die nicht ausgestellt sind. "Wir wissen nicht einmal, wie die im Original angezogen waren", so Wagner. "Und Fragmente einfach zu ergänzen würde den Fund verfälschen, die Reste wertlos machen", erklärt der Historiker .
Aber Wagner ist zuversichtlich. Oft liefere ein anderer Fund den Hintergrund, den Zusammenhang, der selbst ein unscheinbares Stück plötzlich wertvoll macht.
So etwa wie die Eichenrinne, deren Untersuchung der Jahresringe - um 1340 - den Nachweis für die Existenz der Mühle am Mühlenweiher lieferte.