Im Rahmen der städtischen Bauausschsussitzung wurden am Montag acht Neubauten in Forchheim genehemigt. "Das ist nicht besonders viel für eine Stadt wie Forchheim", sagte Thomas Werner (CSU). Man müsse sich Gedanken über die Ausweisung eines neuen Baulandes machen.

Diesem Vorschlag schloss sich Oberbürgermeister Franz Stumpf (CSU) an. "Wir machen uns darüber bereits Gedanken", erklärte der OB, "im Oktober werden wir Vorschläge für eine Baulandausweisung in die Fraktionen geben." Dann sollen sich die Fraktionen über die Vorschläge austauschen, bevor es zu weiteren Beratungen kommt.

Heike Schade (FGL) stellte daraufhin fest, dass bereits Erweiterungen abgelehnt wurden, weil sie nicht in den Bebauungsplan passen würden, obwohl diese Erweiterungen optisch in ihren Augen schön gewesen seien. "Wir können nicht über alles hinweg sehen und Sondergenehmigungen verteilen", betonte Bauamtsleiter Gerhard Zedler, "es würde das einheitliche Bild zerstören, wenn wir höhere Gebäude erlauben würden."

Sebastian Körber (FDP) legt Wert auf das äußere Erscheinungsbild der Stadt. "Wir müssen abwägen zwischen Wohnungsknappheit und Stadtbild erhaltung", sagte er.

Im Hinblick auf die vielen Asylbewerber von denen einige in Forchheim bleiben werden, räumte Stumpf jedoch ein, "wenn wir wieder ein Wohnungsproblem wie in den 90er Jahren bekommen, müssen wir über Bebauungspläne hinweg sehen". Aktuell sei das jedoch noch nicht der Fall und so vertagte der Rat das Thema der Wohnungsknappheit.